Vogelgrippe eingedämmt

Stallpflicht für Geflügel aufgehoben

Region (r/gg). Die Veterinärbehörde der Region hebt die allgemeine Aufstallungspflicht zum 1. Mai auf. Geflügelhalter sind dann nicht mehr verpflichtet, ihre Tiere in geschlossenen Ställen oder überdacht in Gehegen zu halten. Mit der Aufhebung der Aufstallungspflicht reagiert die Regionsverwaltung auf die aktuelle Risikoschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) vom 26. April. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit hat deutschlandweit einen Rückgang der neuen Ausbrüche und Fälle von Vogelgrippe beobachtet und somit das Risiko der Ausbreitung in Wasservogelpopulationen und des Eintrags in Geflügelhaltungen und Vogelbeständen als mäßig eingestuft.
Trotz der Aufhebung der Aufstallungspflicht empfiehlt der Fachdienst Verbraucherschutz und Veterinärwesen den Tierhaltern, wenn möglich auch weiterhin ihr Geflügel im Stall oder in einem überdachten Gehege zu halten, um das Risiko der Einschleppung der Vogelgrippe zu reduzieren. Verpflichtend sind weiterhin folgende Hygienemaßnahmen:
· Geflügel sind nur an Stellen zu füttern, die für Wildvögel nicht zugänglich sind,

· Geflügel sind nicht mit Oberflächenwasser zu tränken, zu dem Wildvögel Zugang haben,

· Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, sind für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren.

Außerdem muss bei plötzlichem Auftreten von erheblichen Verlusten oder einem plötzlichen erheblichen Rückgang der Legeleistung oder der Gewichtszunahme auch immer das Vorliegen von Vogelgrippe über den Haustierarzt oder die Haustierärztin ausgeschlossen werden.
Knapp 2.400 Geflügelhaltungen mit insgesamt rund 500.000 Tieren (Hühner, Puten, Enten und Gänse) waren von der regionsweiten Aufstallungspflicht betroffen, die am 24. März in Kraft getreten ist.