Viele Verbote aufgehoben

Ständig neue Corona-Verordnungen: Einkaufen, Freizeit, Sport und Betreuung

Region (r/gg). Mit rapide sinkender Sieben-Tage-Inzidenz zu den Corona-Infizierten veröffentlicht die Regionsverwaltung inzwischen wöchentlich, welche „Maßnahmen nach Corona-Verordnung“ aufgehoben sind. Da es bisher eine enorme Fülle von Verboten gab, ist die Liste lang und unübersichtlich. Sie baut auf die Liste auf, die bereits zum 31. Mai (Unterschreiten der Sieben-Tage-Inzidenz 50) veröffentlicht wurde. Hier die Zusammenfassung der Liste, die ab 4. Juni gilt (Unterschreiten der Sieben-Tage-Inzidenz 35). Einzelhandelsgeschäfte dürfen demnach nicht nur öffnen, Kunden dürfen auch ohne Testpflicht einkaufen. Die bisherige Vorgabe zur Kundenzahl je Laden-Quadratmeter entfällt.
In Gottesdiensten darf wieder gesungen werden. Veranstaltungen dürfen 500 Teilnehmer haben, wenn sie Sitzplätze haben. Wenn die Teilnehmer zeitweise stehen, darf die Anzahl nicht höher als 100 liegen. Größer Zuschauerräume dürfen (gegebenefalls mit Genehmigung) auf 30 Prozent der Plätze belegt sein und der 1,50-Meter-Abstand darf unterschritten werden. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel ist die Teilnehmerzahl auf 500 festgelegt, dann darf man auch stehen. Testpflicht gibt es bei Veranstaltungen, wenn sie mehr als 250 Teilnehmer haben, aber nicht in Theatern, Opernhäusern, Konzerthäusern oder Kinos; auch nicht in Zoos, Tierparks oder botanischen Gärten, selbst wenn nicht nur Freiluft-Räume benutzt werden. An Gedenkstätten, Museen, Galerien oder Freizeitparks entfällt die 75 Prozent Teilnehmer-Kapazität. Testpflicht besteht weiterhin für die Teilnahme an touristischen Busreisen. Schwimmbäder, Saunen oder Thermen dürfen genutzt werden, wenn sie ein Hygienekonzept haben. Hotel-Betriebe haben keine 80-Prozent-Kapazitätsgrenze mehr und dürfen wieder beherbergen. Gastronomie-Gäste haben keine Testpflicht mehr. Tischbewirtung ist möglich. Private Feiern in geschlossenem Personenkreis mit bis zu einhundert Personen sind möglich. Die Testpflicht bleibt aber beim Besuch von Diskotheken, Clubs oder Bars, die zudem nur zu 50 Prozent ausgelastet sein dürfen.
Zu den bisherigen Verboten für Handwerksbetriebe wie Friseur -, Kosmetik- oder ähnlicher Geschäfte schreibt die Regionsverwaltung unter dem Stichwort „Körpernahe Dienstleistung“, dass die Testpflicht sowohl für Beschäftigte also auch für Kunden wegfällt, selbst wenn keine medizinische Mund-Nasen-Maske getragen werden kann. Dasselbe gilt für Jugendfreizeiten.
Der Alltag von Kindern und Jugendlichen bleibt sehr kompliziert und hat in sich keine Logik: Im Hort gibt es keine Pflicht zum Tragen der Masken mehr. In Schulen gilt dies nur während des Unterrichts und nur in den Sekundarbereichen eins und zwei, also ab der fünften Klasse bis zum Schulabschluss. Corona-Tests müssen von den Einrichtungen nicht mehr angeboten werden. Auch für die „außerschule Bildung“ und Jugendfreizeiten entfällt die Testpflicht.
Wer sich sportlich betätigen möchte, hat jetzt nur noch die Hygienekonzepte der jeweiligen Trainingsräume oder -flächen zu beachten. Die Regionsverwaltung hebt die bisherigen Verbote auf. Somit ist Freizeit- und Amateursport in geschlossenen Räumen und unter freiem Himmel wieder erlaubt – auch Sport, bei dem es zum Körperkontakt kommt. Die bisherige Vorgabe zur Personenzahl je Quadratmeter und auch die Testpflicht entfällt. Duschen und Umkleideräume dürfen wieder genutzt werden.
Dies alles gilt für das Gebiet der Region Hannover, das aus folgenden Städten und Gemeinden besteht:
Stadt Barsinghausen, Stadt Burgdorf, Stadt Burgwedel, Stadt Garbsen, Stadt Gehrden, Landeshauptstadt Hannover, Stadt Hemmingen, Gemeinde Isernhagen, Stadt Laatzen, Stadt Langenhagen, Stadt Lehrte, Stadt Neustadt am Rübenberge, Stadt Pattensen, Stadt Ronnenberg, Stadt Seelze, Stadt Sehnde, Stadt Springe, Gemeinde Uetze, Gemeinde Wedemark, Gemeinde Wennigsen, Stadt Wunstorf.