Versorgung der Schwangeren

Zentrale für Hebammen bietet auch Arbeitseinstieg

Region (r/gg). Hebammen sind wichtige Begleiterinnen für werdende Mütter. Es gibt sogar einen gesetzlichen Anspruch darauf. Doch viele Schwangere haben Mühe, eine Hebamme zu finden, die verfügbar ist. Im Jahr 2019 hat die Regionsverwaltung gemeinsam mit dem Verein "pro familia Niedersachsen" und dem Verein "Hebammen Verband Niedersachsen" eine Hebammen-Zentrale gegründet, um die Versorgung von Schwangeren und jungen Familien zu verbessern. Die dreijährige Projektlaufzeit endet zum Ende 2021. Die Regionsversammlung hat jetzt beschlossen, die Hebammen-Zentrale zu übernehmen und sie ab 2022 an den Fachbereich Gesundheit der Region anzuschließen.
„Wir freuen uns sehr darüber, dass die Hebammen-Zentrale Teil des Gesundheitsamtes wird. Die Zentrale hat schon in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, die angespannte Versorgungssituation von werdenden Müttern und Familien in der Region deutlich zu entschärfen und ist zu einer wichtigen Schnittstelle für Hebammen und werdende Eltern geworden“, so Cora Hermenau, Dezernentin für Öffentliche Gesundheit, Sicherheit, IT und EU-Angelegenheiten der Regionsverwaltung. 
Insgesamt gibt es derzeit etwa rund 270 aktive freiberufliche Hebammen und Geburtshelferinnen. Die Hebammen-Zentrale bündelt und vermittelt Hilfen, berät Hebammen, die in die Freiberuflichkeit einsteigen wollen und ist Ansprechpartnerin für werdende Familien rund um die Suche nach einer Hebamme. Die Internetseite der Zentrale bietet eine übersichtliche Hebammen-Börse: Hier können sich alle freiberufliche Hebammen aus der Region mit ihren freien Kapazitäten registrieren. Drei Hebammen in Teilzeit gehören derzeit zur Hebammen-Zentrale. Frauen und Familien bekommen hier Hilfe, wenn sie Fragen zur Hebammen-Hilfe haben oder einen Platz in einem Geburtsvorbereitungs- oder Rückbildungskursus suchen. Hebammen erhalten Unterstützung etwa zu Fragen rund um die Freiberuflichkeit, auch bei der Suche nach Praktikumsstellen hilft die Zentrale.
Für die erste dreijährige Projektlaufzeit hatte die Region Hannover insgesamt 360.000 Euro bereitgestellt. Für das nächste Jahr plant die Region rund 120.000 Euro für die Kosten der Hebammen-Zentrale ein.
Kontakt: Hebammenzentrale Region Hannover, Dieterichsstraße 25 (Vorderhaus), 30159 Hannover, www.hebammenzentrale-hannover.de, Telefon 0511 30 18 57 98.