Treibstoff für die Verkehrswende?

Auf Einladung der SPD-Regionsfraktion wurde im Regionshaus zum Thema Mobilität mit Wasserstoff-Antrieb diskutiert. (Foto: SPD Region)

Fazit nach SPD-Forum Brennstoffzelle

REGION (r/gg). Sehr großes Bürgerinteresse gab es beim SPD-Forum mit rund einhundert Teilnehmern im Regionshaus. Der Frage „Sind die zukünftigen Antriebsysteme von PKW, Bus und Bahn elektrisch?“,stellten sich die Experten Prof. Dr. Hanke-Rauschenbach von der Uni Hannover stellten Jens Asmuth, ja-Gastechnology GmbH, Burgwedel; Ferry Franz, Toyota, Berlin, Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover und Elke van Zadel, regiobus/ÜSTRA.
Wasserstoff als Konkurrenz zur Batterie und zu synthetischen Kraftstoffen? Der Antrieb mit einer Brennstoffzelle ermöglicht weitere Fahrten zwischen 500 bis 700 Kilometer und schnelleres Tanken in drei bis fünf Minuten. Wegen des geringeren Gewichtes, wäre eine Ausstattung für Bus und Bahn sowie LKWs auch attraktiver als reine Batterien. Es gibt jedoch viel zu tun: die Fahrzeuge müssten deutlich günstiger in der Anschaffung werden. Zurzeit sind auch die Baukosten der Wasserstofftankstellen extrem hoch. Regiobus setzt zurzeit im städtischen Bereich auf Elektrobusse, wird aber auch einen „Wasserstoff-Bus“ zu Erprobungszwecken demnächst einführen. Bei der ÜSTRA kommt – neben Elektrobussen – auch ein Hybridbus zum Einsatz.
Bund und Länder haben die Zeichen der Zeit erkannt und entwickeln auf allen Ebenen entsprechende Förderprogramme. Diese finanzielle Unterstützung ist unumgänglich für eine zügige Weiterentwicklung der Brennstofftechnologie.
Das Fazit der SPD-Regionsfraktion: Es gab eine hohe Akzeptanz für „Wasserstoffautos“ bei den Experten sowie dem Publikum. Neue mutige Projekte müssen in der Region angegangen werden, um die Verkehrswende auch mit Wasserstoff und Elektromobilität zu fördern. Auf die Bundesebene muss dahingehend eingewirkt werden, dass Steuern und Umlagen (EEG), für mit regenerativ angetriebene Fahrzeuge gesenkt oder abgeschafft werden. Alle Teilnehmer haben verdeutlicht: "Ohne deutliche finanzielle Förderung wird der verstärkte Einsatz von E-Mobilität und Brennstoffzellen nur schwer möglich und das mittelfristige Ziel, einer deutliche CO2-Reduzierung, nicht umsetzbar." Als ein erstes konkretes Resultat der Veranstaltung hat die SPD-Regionsfraktion einen Besuch bei der ja-Gastechnology GmbH in Burgwedel verabredet, um sich weiter zu informieren. „Die SPD-Regionsfraktion wird sich dafür einsetzen, dass dieses Antriebssystem zukünftig deutlich mehr zum Einsatz kommen kann als jetzt“, so die Fraktionsvorsitzende Silke Gardlo.
„Wir sehen das als wichtigen Baustein, um unserem Ziel einer klimaneutralen Region Hannover einen Schritt näher zu kommen“, sagte der umwelt- und klimapolitische Sprecher der SPD-Regionsfraktion, Peter Heberlein, abschließend.