SPD in der Region beschließt Beratungs-Leitlinie zur „Medizinstrategie 2020“

"Wer Zukunftssicherung will, muss die Herausforderungen annehmen"

REGION HANNOVER (r/kl). SPD-Unterbezirk und SPD-Fraktion in der Regionsversammlung haben für ihre Partei bereits Leitlinien für die weiteren Beratungen der „Medizinstrategie 2020“ des Klinikums Region Hannover festgelegt (nachstehend im Wortlaut):
1. Für die SPD in der Region Hannover ist eine qualitativ hochwertige, gut erreichbare medizinische Klinikversorgung eine elementare Frage der Daseinsvorsorge. Eine Privatisierung des Klinikums Region Hannover wird es mit uns nicht geben.
2. Wer eine Zukunftssicherung des Klinikums Region Hannover will, muss die Herausforderungen der Zukunft annehmen. Jahresdefizite von zuletzt rund 20 Millionen Euro in 2013 machen deutlich, dass Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig
ändern und steigern sich die medizinischen Anforderungen an Ausstattung, Qualitätsstandards und Spezialisierung. Wer sich heute der Realität verweigert und
unhaltbare Versprechungen macht, handelt verantwortungslos und riskiert eine
Privatisierung, wie sie an vielen Orten Deutschlands stattgefunden hat.
3. Die SPD begrüßt, dass unter direkter Leitung der Geschäftsführung eine Arbeitsgruppe aus Beschäftigten und Führungskräften gebildet wurde, die in den vergangenen Monaten eine Beratungsgrundlage für eine zukunftsorientierte strategische Ausrichtung des Unternehmens erarbeitet hat.
In großen Teilen dürfte diese Medizinstrategie auch im politischen Raum unstrittig sein, so dass diese nach dem geplanten Beschluss im Aufsichtsrat im November 2014 auch in die Umsetzung gehen kann.
4. Mit Blick auf die in der Öffentlichkeit breit diskutierte Alternative eines neuen
Krankenhauses im Osten der Region geht es zum jetzigen Zeitpunkt um die Erteilung
eines Prüfauftrages an die Geschäftsführung des Klinikums. Die SPD in der
Region Hannover wird auf allen Ebenen für eine transparente Diskussion eintreten,
die eine sorgfältige Abwägung der vorgebrachten Argumente unter einer
größtmöglichen Beteiligung der Interessierten beinhaltet.
Dabei gilt für uns, dass es keine Denkverbote geben darf und alle Varianten im Sinne einer bestmöglichen medizinischen Versorgung vorbehaltlos geprüft werden. In Springe werden wir die Gründe für die Neugestaltung des Standortes darlegen und für diese Lösung im Dialog mit den vor Ort Verantwortlichen werben. Unser Ziel, eine qualitativ hochwertige, gut erreichbare medizinische Klinikversorgung in der Region zu sichern, bleibt dabei im Fokus.
Unterzeichnet haben die Diskussions-Leitlinien zur „Medizinstrategie 2020“ Silke Gardlo, die Vorsitzende der SPD-Regionsfraktion; der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Miersch, Vorsitzender des SPD Unterbezirks Region Hannover und die Landtagsabgeordnete Dr. Thela Wernstedt, stellvertretende Vorsitzende des SPD Unterbezirks Region Hannover.