Raum für heimische Tiere erhalten

Schlehenfrüchte sind eine wertvolle Besonderheit im Garten. (Foto: NABU/Helge May)

NABU-Tipps zur Heckenpflanzung mit Nutzen

Region. In vielen Gärten sind zahlreiche exotische Ziergehölze oder Nadelbäume zu sehen, die für die heimische Tierwelt nur von geringem ökologischem Nutzen sind. Wesentlich reicher ist das Tierleben in einer Hecke aus heimischen Wildsträuchern. Himbeeren, Brombeeren, Holunder und Haselnüsse wissen die meisten zu schätzen. Doch wer kann noch Schlehenlikör ansetzen, wer kennt ein Rezept für Weißdornfrüchte?
„Wildsträucher sind aber nicht nur schön anzusehen und Lebensort für unzählige Vögel, Kleinsäuger und Insekten - auch der 'kulinarische Nutzen' von Hecken ist nicht zu verachten“, weiß Philip Foth, Pressesprecher des NABU Niedersachsen zu berichten. Der NABU-Pressesprecher ruft dazu auf, heimische Gehölze im Garten zu pflanzen, um im kommenden Jahr die Erträge nutzen zu können.
Denn viele Früchte der Hecken lassen sich abwechslungsreich zu Nahrungsmitteln verarbeiten. In früheren Zeiten lieferten sie wichtige Vitamine und schmackhafte Ergänzungen des Speisezettels. Heute lassen sich wieder immer mehr Menschen zum Genießen der Heckenfrüchte begeistern.
Dass heimische Tiere Schutz in Hecken finden, Winterschlafplätze oder auch ihren Bau dort einrichten, ist weithin bekannt. „Aber wussten Sie“, so Philip Foth, „dass über 60 heimische Vogelarten allein schon die Früchte von Vogelbeere und Holunder zu schätzen wissen? Weit über 100 Insektenarten nutzen Schlehe, Weißdorn und Wildrosen als Futterpflanze oder zur Vermehrung. Auf heimischen Weidenarten hat man sogar an die 500 unterschiedliche Insektenarten beobachtet!“ Entscheidend sei, so Philip Foth, die Anpflanzung heimischer Wildsträucher. Denn der Wert von Exoten für die heimische Tierwelt sei bedeutend geringer.