Medizinstrategie 2020: KRH-Aufsichtsrat will Versorgungssicherheit für die Region Hannover erzielen

Wie kann die Qualität der medizinischen Versorgung in der Region Hannover gesichert werden? Dieser Frage gelten die Diskussionen über die "Medizinstrategie 2020" des Klinikums Region Hannover (KRH). Beispiel für Verbesserungen vor Ort ist auch die just erfolgte Eröffnung der für fünf Millionen Euro in zweijähriger Bauzeit modernisierten Intensivstation im KRH Klinikum Lehrte (unser Foto aus einem Raum der Aufwachstation nach Operationen unter Anästhesie). (Foto: Walter Klinger)

Entscheidung nach den Dialog-Veranstaltungen - Am 25. November Infoabend zunächst in Lehrte

REGION HANNOVER (r/kl). Im Hinblick auf die nahende Sitzung des Aufsichtsrats des Klinikums Region Hannover (KRH) am kommenden Mittwoch (12. November 2014) melden sich jetzt der Aufsichtsratsvorsitzende und Präsident der Region Hannover, Hauke Jagau, sowie die stellvertretende KRH-Aufsichtsratsvorsitzende, Elke Nobel, zu Wort.
„Der Aufsichtsrat hat ein gemeinsames Interesse: Kranke Menschen in der Region sollen weiterhin die bestmögliche Behandlung bekommen und die Arbeitsplätze im KRH auch in der Zukunft gesichert sein“, betont Jagau. Noch habe der Aufsichtsrat nicht abgestimmt und es sei befremdlich, wenn die Medien meinen, das Ergebnis bereits vorwegnehmen zu können.
Wichtig sei ihm aber der Dialog mit der Belegschaft des KRH, der Politik und den Bürgern. „Eine solche Strategie braucht eine breite Akzeptanz, wenn die Umsetzung erfolgreich sein soll. Wir möchten daher diese Stimmen auch wahrnehmen, bevor wir eine Entscheidung treffen“, erklärt Jagau. Nach Springe sind deshalb nun auch für Lehrte und Großburgwedel Bürgerversammlungen vereinbart.
Neben der Versorgungsicherheit für die Bevölkerung haben die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat natürlich besonders die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Blick. „Wenn Arbeitsplätze wegfallen, müssen die Beschäftigen abgesichert sein“, macht Elke Nobel, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, deutlich.
Dazu finden derzeit Tarifverhandlungen zwischen der Geschäftsführung und ver.di statt. Die ver.di- Gewerkschaftssekretärin stellt klar: „In einigen Punkten brauchen wir aber noch mehr Klarheit, bevor wir dem Konzept zustimmen können.“ Gemeinsam empfehlen Nobel und Jagau daher im Aufsichtsrat bei dessen Sitzung am 12. November 2014 zunächst einen weiteren Beratungsschritt vorzunehmen. „Erst nach den geplanten Dialogveranstaltungen sollte ein Beschlussbild herbeigeführt werden“, so Jagau.
Dennoch benötige das KRH jetzt eine zeitnahe Entscheidung, macht Jagau deutlich. „Wir müssen jetzt Veränderungen einleiten. Die Geschäftsführung hatte den Auftrag ein Medizinkonzept zu erarbeiten. Das sie getan und nun braucht sie die notwendige Planungssicherheit. Deshalb wollen wir vorgesehen im Dezember in der Regionsversammlung die erforderlichen Beschlüsse herbeiführen.“

Infoabend über die Klinikums-Zukunft am 25. November in Lehrte

Welche Veränderungen bringt die Medizinstrategie 2020 des Klinikums Region Hannover (KRH) für den Standort Lehrte? Welche Überlegungen stecken hinter dem Vorschlag, die Kliniken der Standorte Lehrte und Großburgwedel in einem Neubau zusammenzulegen?
Diese und andere Fragen wollen KRH-Geschäftsführerin Barbara Schulte, KRH-Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Moesta sowie der Regionspräsident und Aufsichtsratsvorsitzende Hauke Jagau in einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Dienstag, 25. November, ab 19.00 Uhr, im Kurt-Hirschfeld-Forum, Burgdorfer Straße 16, vor Ort in Lehrte beantworten.
Die Klinikum Region Hannover GmbH ist ein Unternehmen der Region Hannover. Die Regionsversammlung wird voraussichtlich noch in diesem Jahr über die künftige Aufstellung des Klinikums Region Hannover entscheiden. Ziel ist eine optimale Gesundheitsversorgung für die Menschen in der Region mit mehreren Standorten sowohl in der Landeshauptstadt als auch im Umland der Region Hannover mit wirtschaftlich tragfähigen und zukunftssicheren Strukturen.
Ein Prüfungsauftrag gilt dabei auch der Alternative, die Krankenhäuser Lehrte und Großburgwedel zu schließen und einen modernen Neubau im Osten der Region Hannover zu errichten.