Katholische Kirchen für das Gebet geöffnet

Corona-Virus: Bischof Heiner Wilmer informiert die Gläubigen,
Gottesdienste, Betreuung und Unterricht fallen aus

LEHRTE-SEHNDE (r/gg). Die Katholische Kirche informiert über Maßnahmen in der Region Hannover gegen die Ausbreitung des Corona-Virus: Bis auf Weiteres fallen Gottesdienste aus. Bischof Heiner Wilmer hat Katholiken im Bistum vom der sogenannten "Sonntagspflicht", also der Weisung an den Sonntagen und den geboten Feiertagen an der Eucharistie teilzunehmen, für diesen Zeitraum befreit. Einzelne Pfarreien oder auch das Kloster Cella Benedikt in Hannover übertragen ihre ohne weitere Gottesdienstteilnehmer gefeierten Heiligen Messen im Internet. Bis zu den Sommerferien werden alle Feiern der Erstkommunion und Firmungen ausgesetzt. Stattfinden werden jedoch Beerdigungen. Dabei müssen jedoch die von den zuständigen Behörden geltend gemachten Bedingungen eingehalten werden (möglichst kleiner Rahmen, Führen von Namenslisten, Sicherheitsabstand der Teilnehmenden und vor allem, dass Personen, die zur Risikogruppe gehören, nicht an Beerdigung teilnehmen sollten).
Die Kirchen sind für das private Gebet weiter geöffnet, verlässlich zu den bisherigen Gottesdienstzeiten. Ein Großteil der Kirchen öffnen ihre Türen für mehrere Stunden am Tag für Menschen, die ein Gebet sprechen oder eine Kerze anzünden möchten. Gleichzeitig bemühen sich viele Gemeinden um den Aufbau von Nachbarschaftshilfe. Näheres kann über die zuständigen Pfarrbüros telefonisch erfragt werden.

Alle Veranstaltungen in den Pfarrgemeinden und Einrichtungen der Katholischen Kirche in der Region Hannover fallen aus. Das betrifft sowohl größere Veranstaltungen wie Orgelkonzerte, Jubiläum oder Versammlungen als auch eher kleine kircheninterne Veranstaltungen wie Sitzungen von Gemeindegremien. In den Pfarrbüros soll es weniger Besucher geben.
Der Unterricht in den katholischen Schulen in Hannover und in der Region ist bereits eingestellt. Auch Tage religiöser Orientierung entfallen; Praktika werden ausgesetzt und nicht fortgeführt. Entsprechend der Anordnung des Kulturministeriums soll die Maßnahme bis einschließlich 18. April gelten. Für Beschäftige aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz, sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge soll eine Notbetreuung für Schüler bis maximal Schuljahrgang acht in Schulen angeboten werden. Dieser Empfehlung des Kultusministeriums werden die katholischen Schulen nach Bedarf folgen.
Die katholischen Kindertagesstätten in Hannover und der Region bleiben im gleichen Zeitraum wie die Schulen geschlossen. Hier können ebenfalls Notgruppen gebildet werden. Diese Notbetreuung soll in kleinen Gruppen stattfinden und auf das notwendige Maß begrenzt werden.