Infos zum "grünen Wasserstoff"

SPD-Regionsfraktion im Online-Workshop

Region (r/gg). Die SPD-Regionsfraktion hat in einem Online-Workshop mit Fachleuten aus Wissenschaft, Verbänden, Unternehmen, Zivilgesellschaft und Bürgermeistern über das Thema "Grüner Wasserstoff. Zukunftstechnologie und Wirtschaftsfaktor für die Region Hannover" diskutiert.
„Ohne grünen Wasserstoff kann die Klimawende nicht erreicht und die Klimaneutralität bis 2050 und bis 2035 schon gar nicht erreicht werden, darin sind sich viele Experten einig und inzwischen auch die Politik auf allen staatlichen Ebenen“, sagt Walter Richter, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses sowie Mitglied im Umweltausschuss.
Und weiter: „Allen Beteiligten ist zudem klar, dass der Schlüssel dazu im Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft liegt – ohne die technologischen Voraussetzungen wird es nicht genügend grünen Wasserstoff geben. Allein der Bedarf in der Industrie ist immens." Der Handlungsdruck für die kommunalpolitische Ebene wachse. Der bevorstehende Transformationsprozess böte Chancen für die Region - so der Ausblick für die Politiker. Dafür müsste es gelingen, einen relevanten Beitrag zum Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft zu leisten und damit die Wertschöpfung und zukunftsfesten Arbeitsplätze in der Region Hannover zu halten. "Eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik ist in diesem Sinne auch eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik“, meint Walter Richter. Offene Fragen bleiben: Wie kann grüner Wasserstoff als Zukunftstechnologie für die Region Hannover nutzbar gemacht werden und welche Markthemmnisse und bürokratischen Hürden stehen dem momentan entgegen? Wie entwickelt sich Angebot und Nachfrage auf regionaler Ebene?
Der Online-Workshop lief per Zoom-Videokonferenz mit interaktivem Format, vier thematischen Foren und praxisnahen Bezügen aus unternehmerischen und projektbezogenen Tätigkeitsbereichen unter der Regie von Walter Richter, der sich als Initiator des Online-Workshops auch selbst an der Diskussion beteiligte.
Die Begrüßung der Teilnehmer erfolgte von der Vorsitzenden der SPD-Regionsfraktion, Silke Gardlo. Ein Grußwort sprach der SPD-Kandidat für das Amt des Regionspräsidenten, Steffen Krach. Die Moderatorin Tanja Föhr führte kurz in den Ablauf und das interaktive Format der Veranstaltung ein und stellte das Podium vor. Unter den Teilnehmenden waren unter anderem Frank-Peter Ahlers (Abteilungsleiter der Handwerkskammer Hannover), Jens Asmuth (Geschäftsführer JA-Gastechnology), Alexander Krause (Referent der Hauptgeschäftsführung der IHK Hannover), Gernot Hagemann (Projektleiter Branchenentwicklung Hannover Impuls), Thomas Schwarz (Geschäftsleitung aha – Zweckverband Abfallwirtschaft der Region), Udo Sahling (Geschäftsführer Klimaschutzagentur), Ulf-Birger Franz (Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung), Axel Düker (Bürgermeister Burgwedel), Werner Backeberg (Bürgermeister Gemeinde Uetze) sowie viele weitere Fachleute zum Thema Grüner Wasserstoff.
Im zweiten Schritt ging es für die Teilnehmer zur Fachdiskussion in eines von vier Foren:  Wasserstoff in der Wohnungswirtschaft, Wasserstoff in der Abwasser- und Abfallwirtschaft,  Wasserstoff in der Logistik und im Schwerlastverkehr oder  Wasserstoff-Infrastruktur „Flexible Road Map“ für die Region Hannover. Die Teilnehmer diskutierten angeregt über den Ist-Zustand, die Hürden und Lösungsansätze beim Thema grüner Wasserstoff und steuerten wichtige Erfahrungen und praxisnahe Bezüge aus ihren unternehmerischen und projektbezogenen Tätigkeitsbereichen bei.
Zum Schluss zog Walter Richter eine positive Bilanz: „Wir freuen uns, dass durch die Veranstaltung neue Kontakte zwischen Unternehmen verschiedener Branchen geknüpft und neue Erkenntnisse für die kommunalpolitische Ebene gewonnen werden konnten, die die SPD-Regionsfraktion jetzt gerne umsetzen möchte. Dazu gehört auch das Thema der Bildung einer Ausbildungsallianz, zumal die Region als Träger der Berufsschulen eine originäre Zuständigkeit hat.“
Die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Regina Hogrefe ergänzte: „Wir werden an diesem Zukunftsthema – grüner Wasserstoff – für die Region engagiert weiterarbeiten und die Ergebnisse unseres Workshops in die weiteren Diskussionen einfließen lassen. Wir wollen, dass die Energiewende ein Erfolg wird und die Region auch ökonomisch durch neue Arbeitsplätze davon nachhaltig profitiert.“