Erfassung der Kontaktdaten

Mit weiterer App gegen die Virus-Ausbreitung

Region (r/gg). Mit einer Empfehlung für eine weitere Corona-App, der sogenannten Luca App, meldet sich jetzt Bernward Schlossarek, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Regionsversammlung. Er meint: „Schnelltests, Impfungen und zügige Kontaktnachverfolgung, so soll der Weg in die Normalität aussehen. Gerade die Kontaktverfolgung ist wichtig, damit die Corona-Infektionswege schnell ermittelt werden können und gezielte Quarantäne die Verbreitung des Virus verhindert. Die Erfassung der Kontaktdaten soll unkompliziert, sicher und einfach erfolgen. Deshalb fordern wir den Einsatz der Luca App.“
Die App ersetzte die handschriftliche Eintragung von Kundennamen und -adressen in Listen, die bislang zum Beispiel in Restaurants, Kinos oder Kultureinrichtungen auslagen. Mittels eines QR-Code wird nun der Besuch im Restaurant oder im Laden registriert. „Wir müssen in der Region die Voraussetzungen schaffen, dass das Luca-System reibungslos und sicher funktioniert. Deshalb sollten nun alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, damit wir diesen Service in der Region Hannover anbieten können. Die Leute wollen sicher und unkompliziert ihre Daten hinterlegen. Die Zettelwirtschaft zur Besuchsdokumentation vor dem Lockdown vermittelte häufig ein ungutes Gefühl in Sachen Datenschutz“, sagt Bernward Schlossarek.
Das Gesundheitsamt benötige eine Schnittstelle zum System, damit im Falle einer Corona-Infektion gezielt gehandelt werden könne und mögliche Infektionswege unterbrochen würden - so die Theorie. Dafür seien bestimmte technische Voraussetzungen nötig, die in Verbindung mit dem Land geklärt werden sollten.
Seitens der SPD-Fraktion in der Regionsversammlung, in der "Groko" mehrheitsbildend, erklärt die Vorsitzende Silke Gardlo auf Markspiegel-Nachfrage: Grundsätzlich begrüßen auch wir alle Möglichkeiten, die den Alltag wieder normalisieren helfen. Die Luca App kann bestimmt hilfreich sein." Ein Antrag von der CDU Fraktion läge dem Koalitionspartner SPD bisher nicht vor. Wenn es mit der neuen App eine Schnittstelle zum Gesundheitsamt gäbe, wäre das der zielführende Weg, so Silke Gardlo. Was das kostet, wie aufwendig es ist, könen sie spontan natürlich nicht beantworten. Sie sagt: "Wir gehen dem aber gern nach!"
Wichtig sei jetzt vor allem, so die Betonung von Silke Gardlo und Bernward Schlossarek, dass eine Öffnung von Geschäften und Gastronomie erstmal möglich wird. Silke Gardlo ergänzt: "Mir persönlich stellt sich auch die Frage, warum die vielgepriesene Corona App durch das Bundesgesundheitsministerium nicht schon längst weiterentwickelt worden ist. "