Elektromobilität realisieren

Online-Vortrag der Verbraucherzentrale

Region (r)gg). Tipps und Hinweise zum Umstieg auf ein Auto mit Elektromotor liefert die Verbraucherzentrale. Ideal ist das Laden des eigenen E-Autos an einer Ladesäule oder einer Lade-Box in direkter Nähe zum Wohnbereich. Besonders interessant ist das für Haushalte mit eigener Photovoltaik-Anlage: So kommt der Strom kostenlos und CO2-neutral vom Dach. Ein Solarkraftwerk mit 1 Kilowatt Peak (kWp) Leistung erzeugt je nach Standort zwischen 800 und 1.000 Kilowattstunden Strom (kWh) im Jahr. Der selbst erzeugte Strom ist umso lukrativer, je mehr davon im eigenen Haushalt verbraucht wird. Dabei kann das regelmäßige Laden eines Fahrzeugs den Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms erheblich erhöhen.
Die Installation einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) kostet etwa 1.600 Euro je kWp. Für Wartung, Stromzähler und Versicherungen kommen etwa 150 Euro pro Jahr hinzu. Wer eine Anlage finanzieren will, kann dafür einen KfW-Kredit bekommen. Nicht vergessen: PV-Anlagen müssen spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden
Elektroautos können an normalen Haushaltssteckdosen aufgeladen werden. Das ist jedoch nicht empfehlenswert, da sie für langes Laden unter hoher Last nicht ausgelegt sind. Wer höhere Ladeleistungen übertragen will, verwendet dafür häufig eine Wandladestation, meist „Wallbox“ genannt. Sie ermöglicht schnelleres Laden und verringert Ladeverluste. Je nach Modell ist es zudem möglich, gezielt Überschussstrom aus einer Photovoltaik-Anlage zum Laden zu nutzen.
Die Kosten für die Installation einer Ladestation bis 22 Kilowatt (kW) variieren zwischen 600 und 2.500 Euro. Weitere Kosten können durch Kabelverbindung, zusätzlichen Stromzähler und Schnittstelle zur Kommunikation entstehen. Privatpersonen können bei der KfW einen Zuschuss von 900 Euro für den Kauf und Aufbau einer Ladestation bis 11 kW Leistung beantragen.
Wichtig: Eine Wallbox ist stets durch einen Elektrofachbetrieb zu installieren und muss gegebenenfalls beim Verteilnetzbetreiber angezeigt oder sogar von diesem genehmigt werden.
Viele Photovoltaik-Anlagen werden mit einem stationären Batteriespeicher in Betrieb genommen, um den Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms zu erhöhen. Das Laden eines Elektroautos über den Heimspeicher ist jedoch nicht empfehlenswert, da er nur für den regelmäßigen Stromverbrauch im Haushalt dimensioniert ist.
Batteriespeicher kosten zwischen 800 bis 1.400 Euro pro kWh Kapazität (inklusive Umsatzsteuer und Installation). Das Land Niedersachsen hat ein Förderprogramm für Batteriespeicher aufgelegt. Die Zuschussförderung von bis zu 40 Prozent der Netto-Investitionskosten eines Batteriespeichers gilt in Verbindung mit dem Neu- oder Ausbau von PV-Anlagen (mindesten 4 kWp).
Bei Fragen zu Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeichern und Ladestationen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot weiter. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Am Mittwoch, 22. September, von 18 bis 19.30 Uhr, findet ein Online-Vortrag zu dem Thema statt: „Sonne tanken – Mit Sonnenstrom sauber Auto fahren“. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt – Anmeldung unter https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/vor...