Das erhoffte Mehr an Bürgernähe der Region hat für die CDU einen Namen: Axel Brockmann

Als aufmerksamer Zuhörer für die Anliegen aus der Wählerschaft punktete CDU-Regionspräsidenten-Kandidat Axel Brockmann (re.), kompetent vom Landtagsabgeordneten Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens (am Tisch hinten, v.l.) und der Ortsverbandsvorsitzenden Heike Koehler unterstützt, bei seiner Bürgersprechstunde im Landhotel Behre in Ahlten. (Foto: Walter Klinger)
 
Dass als CDU-Kandidat für deren Präsidentenamt, wo frau mit der Region bürokratisch doch so viel zu tun hat mit der Region, Axel Brockmann (re.) einfach mal so vorbeikommt und sich bürgernah vorstellt, erfreute Inge Langkop (links) und weitere Geschäftsinhaber im Ahltener Ortszentrum. (Foto: Walter Klinger)

Impressionen aus dem Wahlkampf - Führungsstärke durch Überzeugung: CDU-Kandidat will als Präsident andere Akzente setzen . . .

AHLTEN/REGION HANNOVER. Wer könnte die Forderung, eine Riesenbehörde bürgerfreundlicher umzugestalten, besser personifizieren als ein - zudem noch parteiloser - Mitbürger, der auf der Liste einer Volkspartei für deren Chefsessel kandidiert? Zumal dieser selbst schon erfolgreich eine große Behörde geleitet und per Eid als Beamter auf den Dienst für Staat und Bürger verpflichtet ist? Es war ein echter Überraschungscoup, dass die Regions-CDU den ehemaligen hannoverschen Polizeipräsidenten Axel Brockmann als ihren Kandidat für das Regionspräsidentenamt präsentiert. Die größte Überraschung aber ist die Persönlichkeit des Kandidaten selbst. Dass dieser freundlich und zuvorkommend ein geduldiges Ohr für die Sorgen und Nöte seiner Mitbürger hat, bezweifelt wohl niemand, der den Polizeibeamten im Wahlkampf kennen gelernt hat . . .
Ehemalige Minister ja, gestandene Bürgermeister auch, notfalls der Fraktionsvorsitzende. Aber einen Ex-Polizeipräsidenten? Die politische Welt in Niedersachsen war von diesem Kandidaten verblüfft; sich aber doch darin einig, dass es sich um einen äußerst repektablen handelt.
Inzwischen hat sich auch der politische Gegner von der Überraschung erholt. Doch scheint sie noch zu verunsichern, denn die ungewohnte Personalie wird in (Politiker-)Scherzen verarbeitet, wie "Versetz' nie einen Polizeipräsidenten, der kandidiert sofort!". Gemeint damit ist auch der (aber schon zu CDU-Zeiten wegen seines Bieres in der Sansibar abgelöste) einstige Chef der Zentralen Polizeidrektion, Christian Grahl, der sich am gleichen Wahltag (25. Mai) um das Bürgermeisteramt in Garbsen bewirbt - und den Beobachter keinesfalls als chancenlos sehen.
Nur ein bisschen wird im Wahlkampf auch bei Axel Brockmann deutlich, dass es es ihn wohl schon ein wenig ärgert, dass politische Gegner seine angebliche politische Unerfahrenheit kolportieren. Als dürften es nur Parteipolitiker sein, die als politische Wahlbeamte für Verwaltungsspitzenämter kandidieren. Und als habe nicht auch der Polizeidienst vielfältigen Verwendungen, die sehr wohl Qualifizierung in ganz verschiedenen Bereichen erfordern.
"Ich habe auch eine große Verwaltung geleitet", ruft deshalb Axel Brockmann vor der Kamera des NDR-Landesfernsehens in Erinnerung, als er zum Wahlkampfauftritt vor Ort einen Tag lang Gast der CDU Ahlten ist. Die Ahltener Christdemokraten (und eigentlich der ganze Ort) sind ein Medienliebling: gut organisiert, ebenso drauf, beste Umgangsformen, weltoffen und überaus interessiert-menschlich. Auf diesen Ebenen verstehen sich auch Kandidat und Basis sofort.
Zum Start und Ziel im schönen Landhotel Behre gibt es einen Vier-Sterne-Premium-Service auch von den Funktionsträgern: Regions-Fraktionsvorsitzender Bernward Schlossarek aus Lehrte bekräftigt gemeinsam mit Axel Brockmann noch einmal (wie zuvor schon in Hannover), dass die Ungerechtigkeiten bei der Berechnung der neuen Abfallgebühren eine neuerliche gemeinsame Klage der CDU erfordern, die damit auch mehrere hundert private Klagen gegen aha unterstützt.
Das wird in Ahlten sofort verstanden, wo beim Ausbau der Hauptinnerortsstraße die Anlieger wegen hier historisch großer Grundstücksgrößen zum Teil in ärgste finanzielle Bedrängnis kamen. Die Einzelfallprüfung, von Axel Brockmann als unverzichtbare Grundlage für den fairen Umgang miteinander in dieser Gesellschaft gesehen, findet breite Zustimmung. Es muss halt auch das drin sein, was man bezahlt!
Die Amtsführung rot-grüner Regierung durch mehrere Ebenen hinweg empfindet auch der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens aus Lehrte so wie Axel Brockmann. Viel zu oft stehe die Entscheidung von Rot-Grün längst fest, bevor - nur noch der Form halber - die Bürger beteiligt würden.
Axel Brockmann zählt es auf: Ob bei D-Linie, Berufsschulneugliederung (die zeitraubenden Wege quer durch die Region hat Brockmann jetzt im gleichen Stau wie für den Anhänger-Bus zur BBS in Burgdorf erlebt) oder neuen Abfallgebühren - Bürgerbeteiligung bleibe auf der Strecke, Regionspräsident Hauke Jagau beweise in seiner Amtsführung, "eine Vehemenz, die zumindest an Arroganz gegenüber dem Bürger grenzt". Inzwischen hat Brockmann mit dem Zusatz "Echte Bürgerbeteiligung!" auf seinen Wahlplakaten in dieser Forderung auch nachgelegt.
Arroganz bedeute aber auch, dass sachliche Problemlösungen zu spät erfolgten und dann nur Flickwerkcharakter besäßen, so etwa die Neuordnung der Klinikumsfinanzen angesichts von millionenschweren Neukrediten sogar schon zur aktuellen Liquiditätssicherung. Auch hier hätte entschiedener, schneller und vorausschauender gehandelt werden können - und müssen.
Durchaus arrogant fand Brockmann auch, dass mit der Bemerkung dann komme es bald wohl auch auf die richtige Frisur an, der Regionspräsident bei einer öffentlichen Diskussion eine andere berechtigte Forderung übel verulkt hat: die nach striktem Alkoholverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln nämlich.
Der in Sicherheitspartnerschaften erfahrene Brockmann weiß, dass hier schon die Wahrnehmung zu verunsichernder Dauerspannung bei den allermeisten Fahrgästen führt. Und dass in dieser Frage eine übergroße Mehrheit bei ihm und seiner Forderung ist.
Dass in den bisherigen Jahresabschlüssen wichtige Eckdaten für die Einschätzung der tatsächlichen Finanzlage der Region fehlen, ist für Axel Brockmann wie den Fraktionsvorsitzenden Bernward Schlossarek ein Risikofaktor Nummer 1 in Sachen verlässlicher Zukunftsplanung. Ebenfalls alarmierend - und aller gebotenen Konsolidierung zuwiderlaufend - der Zuwachs von mehr als 500 Mitarbeitern, praktisch ein Zehntel der ganzen Behörde, in nur acht Jahren Amtszeit von Jagau - auch wenn der Regionspräsident dafür gestiegene Aufgaben der Region ins Felde führe.
Auch atmosphärisch will Axel Brockmann als Regionspräsident ganz andere Zeichen setzen, im Innenverkehr wie nach außen bei der Bürgerbeteiligung: die Mitarbeiter durch Überzeugung motivieren und mitnehmen, dabei im Verwaltungsaufbau auch genau prüfen, was für unverzichtbare Pflichtaufgaben die Region denn tatsächlich selbst wahrnehmen muss.
Zwar gibt es bei der Bürgersprechstunde von Brockmann nur zwei Teilnehmer (die einige Panne dieses Tages: die Basis hat diesen Termin zu spät für Ankündigung im MARKTSPIEGEL kommuniziert), aber das, was die eine Bürgerin hier berichtet, soll es in künftiger Regiezuständigkeit von Axel Brockmann nicht mehr geben: vier Auskunftsersuchen an aha, darunter ein direktes persönliches Vorsprechen, und immer noch keine Klarheit über die Bedingungen der Abfallentsorgung für den Betrieb ihres Sohnes.
Mehr bürgernahe Lösungen in der Region, diese Hoffnungen verbinden sich in der regionalen CDU mit einem: dem herbeigesehnten Wahlerfolg von Axel Brockmann als künftiger Regionspräsident.