Spitzenspiel in der Jugendbundesliga zwischen TSV und BHC

Burgdorfs Trainer Iker Romero erwartet bedingungslosen Einsatz

BURGDORF (st). Die Handballer der TSV Burgdorf machen nicht nur im Herrenbereich seit Jahren große Sprünge, sondern haben auch im Nachwuchs ihre Stärken. Während die drei Männerteams aus dem Leistungsbereich der TSV, insgesamt gibt es fünf Herrenmannschaften, in der DKB Handball-Bundesliga, in der 3. Liga Nord und in der Oberliga Niedersachsen für Furore und starke Leistungen sorgen, spielen die Jugendteams in den verschiedenen Altersgruppen jeweils in ihren höchsten Spielklasse.
Diese Situation ist vorbildlich und in der Kombination mit dem Erwachsenenbereich einmalig in ganz Deutschland. Aushängeschild der Jugend ist die A-Jugend um ihren bekannten Trainer Iker Romero, der selbst viele Jahre im höchsten Qualitätslevel im Spitzenhandball agierte und in Deutschland durch seine Profikarriere bei den Füchsen Berlin bekannt wurde. Als Co-Trainer des Herrenteams in der Bundesliga und Coach der Jugend ist er ein echtes Vorbild für den Nachwuchs und dort hoch angesehen.
Mit seinem A-Jugendteam will er in diesem Jahr die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft schaffen. Das wird aber eine schwere Aufgabe, denn dazu müssen Veit Mävers und seine Mitspieler mindestens den 2. Platz erreichen und die Bewerberanzahl um die ersten beiden Plätze ist groß. Mit TSV Bayer Dormagen, JSG NSM-Nettelstedt, HSG Handball Lemgo, Bergischer HC, TSV GWD Minden und der TSV Burgdorf stehen sechs Mannschaften in der Spitzengruppe und kämpfen verbissen um jeden Punkt.
Am Sonnabend, 17.November, um 19.30 Uhr kommt es in Burgdorf in der Halle der Grundschule der Gudrun-Pausewang-Schule zum Spitzenspiel zwischen der TSV und dem Bergischen HC. Eine interessante Begegnung zweier Teams, die mit ihrer Offensive punkten können und hier in Schnelligkeit und Durchsetzungsvermögen ihre Stärken auf das Feld bringen. In der Defensive ist bei beiden noch Nachholbedarf, aber gerade Romero hat mit seinen Talenten hier in den vergangenen Wochen einiges an Trainingseinheiten investiert. Die Anzahl der Gegentreffer war in der Startphase der Serie einfach zu hoch.
Beim Auswärtsspiel bei HC Westfalia Herne ließen Petar Juric und seine Mitspieler nur 22 Gegentreffer zu, im Heimspiel gegen Lemgo waren es 31 Treffer und am vergangenen Sonnabend beim 33:28-Auswärtssieg bei der HSG Neuss/Düsseldorf 28 Gegentore. Am Sonnabend soll die Abwehr wieder gut agieren, dann ist ein doppelter Punktgewinn realisierbar und das Punktekonto könnte auf 16:2-Punkte verbessert werden.
Bisher mussten die kleinen Recken nur im Heimspiel gegen TSV Bayer Dormagen eine 35:38-Niederlage einstecken. Das lag aber wohl an der schwachen Abwehrleistung, die sich hoffentlich jetzt stabilisiert hat.
Ein Sieg wäre für Martin Hanne, Ayar Koray und Torwart Tim Buschhorn auch deshalb wichtig, weil sich die TSV danach bis zum Jahresende noch in drei Auswärtsspielen bei GWD Minden, SG Menden Sauerland Wölfe und Eintracht Hildesheim behaupten muss. Der verbleib in der Spitzengruppe ist in Gefahr und kann nur mit einer konzentrierten Vorstellung gegen einen starken Gegner BHC verteidigt werden. Die Burgdorfer Talente hoffen deshalb auf eine lautstarke Unterstützung von ihren Fans und eine große Zuschauerzahl in der altehrwürdigen Burgdorfer Handballhalle.