Zum 12. Mal wurde in Kirchhorst der Maibaum aufgestellt

Zum ersten Maimorgen gehört in Kirchhorst das Aufstellen des Maibaums. (Foto: Renate Tiffe)

Die blitzblank polierte „Emma“ ist bei jedem Fest dabei

KIRCHHORST (ti). Schon morgens um zehn Uhr am ersten Mai viele Leute auf die Beine zu bringen, scheint in Kirchhorst kein Problem zu sein - auch nicht wenn das Datum auf einen Sonntag fällt. Das Aufstellen des Maibaums hat mittlerweile Tradition in dem Isernhagener Ortsteil. Zum 12. Mal ziert der Kranz hoch oben mit den Wappen der Kirchhorster Vereine den Dorfplatz.
Das Aufstellen ist soweit optimiert, dass zwei kräftige Männer am Hebel genügen, um den mächtigen Stamm in die Senkrechte zu bringen. Ein schönes Bild, wenn er sich langsam in das Blau des Himmels erhebt.
Dann versammelten sich der Kinder- und der Männerchor unter dem Maibaum, um den schönsten Monat des Jahres mit Gesang zu würdigen. Dank der GEMA ist die Auswahl an Liedern nicht mehr so groß. Der „Kuckuck und der Esel“ sangen die Kinder, „Alle Vögel sind schon da“ hatten die Männer ausgewählt, bevor alle zusammen ein kräftiges „Der Mai ist gekommen“ anstimmten.
Dazwischen gab es kurz und knapp ein paar Begrüßungsworte. Bürgermeister Arpad Bogya hatte es sich nicht nehmen lassen, diesmal in Kirchhorst dabei zu sein und Reinhard Berkelmann, der stellvertretende Ortsbürgermeister übergab eine „Finanzspritze“ an den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr, der traditionell das Maifest ausrichtet.
Zum ersten Mal zeichnete in diesem Jahr der neue Vorsitzende Herbert Löffler für die Organisation verantwortlich. Er freute sich über die selbstverständliche Unterstützung durch die vielen Ehrenamtlichen, ungefähr 70 sind es an der Zahl. Sein Ziel sei es, mehr Kinder und Jugendliche zu solchen Anlässen auf den Dorfplatz zu bringen, sagte er. Eine unübersehbare Milchbar, das malerische Kinderkarussell und die geduldigen Ponys zum Reiten am Rand des Platzes unterstrichen dies Vorhaben.
Immer dabei bei den Festen des Fördervereins ist die „Emma“, das umgerüstete ehemalige Löschfahrzeug der Flughafen-Feuerwehr aus dem Baujahr 1955. Blitzblank ist sie aus dem Winterurlaub zurückgekehrt und löscht an diesem blitzblanken Frühlingsmorgen nicht nur den Durst von Männerkehlen.