Zukunftswerkstatt für Isernhagens Zentrum

Es muss sich viel ändern, damit aus der wenig attraktiven Ortsmitte von Altwarmbüchen einmal das Zentrum Isernhagens wird, das diese Bezeichnung auch verdient. (Foto: Renate Tiffe)
 
Mehrere Stunden wurden Ideen und Anregungen von Anliegern und sonstige Betroffenen zum Zentrum Altwarmbüchen gesammelt. (Foto: Renate Tiffe)

Es ging um die Neugestaltung für die Ortsmitte von Altwarmbüchen

ALTWARMBÜCHEN (ti). Es muss sich viel ändern, damit aus der wenig attraktiven Ortsmitte von Altwarmbüchen einmal das Zentrum Isernhagens wird, das diese Bezeichnung auch verdient. Schon im Jahr 2008 haben Politik und Verwaltung der Gemeinde mit vorbereitenden Untersuchungen begonnen, ohne dass sich bislang Entscheidendes getan hat. Jetzt sollte eine Zukunftswerkstatt unter Bürgerbeteiligung neuen Schwung in die Beratungen bringen.

80 Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende und Vertreter von Interessenverbänden waren in die Aula der Grundschule Altwarmbüchen eingeladen worden, um ihre Ideen für die Neugestaltung des engen Ortszentrums im Mittelpunktort der Gemeinde einzubringen. Immerhin handelt es sich um einen Bereich von knapp 4,5 Hektar, der fast 30 Jahre nach der Gründung der Gemeinde Isernhagen trotz neuem Rathaus und Blauem Band noch immer ein eher stiefmütterliches Dasein fristet, in dem es neben allen anderen Problemen zunehmend auch Schwierigkeiten zwischen Jugendlichen und Anwohnern gibt. Anwesend waren der Bürgermeister der Gemeinde, Arpad Bogya und die Ortsbürgermeisterin Monika Dehmel sowie Fachleute aus der Verwaltung und zahlreiche Mitglieder aus allen Fraktionen des Gemeinderates.

Um die Ideen und Anregungen nicht ins Uferlose laufen zu lassen hatte die Gemeinde mit Dr. Olaf Mussmann einen externen Moderator ohne Eigeninteressen aus Hannover engagiert, der sich mit Großgruppen-Prozessen auskennt, und dessen Dienste schon einmal in Anspruch genommen worden waren, als es vor zwei Jahren darum ging, Handlungsfelder für den Demographischen Wandel in der Gemeinde aufzuzeigen. Mussmann traf auf eine sehr engagierte Versammlung, die mehrere Stunden lang auf den Tisch, bzw. an die Tafeln brachte, was Anlieger und sonstige Betroffene bewegt, wenn es sozusagen um das Herz der Gemeinde geht.
Aufgeteilt in acht Gruppen mit jeweils wechselnden Personen waren in drei Durchgängen die Fragen zu beantworten: „Was ist gut?“, „Was ist schlecht?“ und schließlich nach der Analyse und einer Pause zum allgemeinen Gedankenaustausch „Was soll sein?“. Alles wurde säuberlich auf Papiertafeln vermerkt, die hinterher eingerollt und dem Moderator überlassen wurden.
Bogya sah in der lebendigen Zusammenarbeit vor allem auch den Vorteil, dass sich die Beteiligten untereinander kennenlernen konnten. „Wenn man sich kennt, kann man leichter miteinander reden und zu Ergebnissen kommen“.
Aus der Fülle des in der Versammlung entstandenen Materials wird Mussmann als Organisationsentwickler die wesentlichen Punkte bündeln und der Verwaltung als Arbeitsgrundlage zur Verfügung stellen. Es wird eine Zeit dauern, bis daraus eine Vorlage zur Verfügung stehen wird, nach der die Politik ihre Entscheidungen treffen kann. Unterschieden wird dabei von vornherein nach Maßnahmen, die relativ schnell und einfach in Angriff genommen werden können, und längerfristigen Vorhaben, „Visionen“ für einen künftigen, zukunftssicheren Marktplatz, bei denen es nicht zuletzt um größere Grundstücksbewegungen gehen wird.