Woche der Diakonie in der St. Marien Kirchengemeinde

Zehn Flüchtlinge aus dem Sudan und Somalia kamen zum Frühstück im Rahmen der Woche der Diakonie in der St. Mariengemeinde in Isernhagen. (Foto: Ute Rodehorst)
Isernhagen: St. Marien-Kirche |

„Zusammen besser leben und frühstücken“

ISERNHAGEN K.B. (r/hhs). Die diesjährige Woche der Diakonie hatte das Thema: „Zusammen besser leben“. In der St. Marien Gemeinde in Isernhagen K.B. wurde daraus: „Zusammen besser leben und frühstücken“. Im frisch renovierten Gemeindehaus, das damit seine erste offizielle Veranstaltung durchgeführt hat, erschienen am vergangenen Mittwoch neben einigen Gästen aus der Kirchengemeinde auch zehn afrikanische Flüchtlinge mit moslemischem Hintergrund. Diese sind zurzeit im ehemaligen Gasthaus Winter in Isernhagen HB untergebracht.
Nach einer Begrüßung und einer Andacht durch die Vertreterinnen des Kirchenvorstandes und Diakoniebeauftragten Maika Knackstedt und Ute Rodehorst ging es zu einem reich gedeckten Frühstückstisch, wobei die selbstgemachten Marmeladen und mitgebrachten Pflaumen bei den afrikanischen Gästen besonders gut ankamen. Im Gespräch erfuhren die Anwesenden Gemeindemitglieder, dass die Flüchtlinge aus Somalia und dem Sudan kommen und bereits ein bis zwei Monate hier sind. Sie haben einmal in der Woche eine Stunde Deutschunterricht und werden von Herrn Sommerfeld aus dem Helfernetzwerk begleitet. Der Wunsch, die Sprache zu erlernen, ist riesengroß und die jungen Leute im Alter von etwa 18 bis 25 Jahre sind sehr sprachbegabt. Sie äußerten den Wunsch, mit Menschen bei uns in Kontakt zu kommen, um das Sprechen zu üben. Diesen Wunsch nehmen wir mit und werden im Kirchenvorstand beraten, wie wir den Flüchtlingen helfen können.
Am Donnerstagabend folgte unter dem Motto: „Zusammen besser leben und einen Film sehen“ ein Kinoabend mit der unterhaltsamen Komödie: Monsieur Claude und seine Töchter. Der Streifen vermittelt die Probleme der Integration auf humorvolle Weise mit einer Familiengeschichte. Viele Themen des kulturellen und religiösen Miteinanders wurden angeschnitten, die ein Zusammenleben erschweren, aber auch bereichern können. Die etwa 30 Teilnehmer haben den Abend mit Gesprächen bei einem Gläschen und Knabbereien ausklingen lassen und um Wiederholung in den schön gestalteten Räumen des Gemeindehauses gebeten, ein Wunsch, dem die Kirchengemeinde in Kürze nachkommen will.