„Wir sind gut aufgestellt“

Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) besuchte während seiner Sommertour den Reit- und Fahrverein Isernhagen und spricht mit Friederike Tuchow auf Rooney und Elke Gerns-Bätke und Eugen Klein (von links) vom Vorstand über die ehramtliche Arbeit. (Foto: Wiebke Molsen)

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann stattet Reit- und Fahrverein Isernhagen Besuch ab

Isernhagen (wim). Der Reit- und Fahrverein Isernhagen gilt weithin als Hochburg des Reitsports, der jedes Jahr mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern ein hochkarätiges Reitturnier sowie eine beliebte Hubertusjagd auf die Beine stellt.
Aber auch beim täglichen Reitunterricht für Einsteiger und in der gesamten Organisation stützt sich der Verein auf das Ehrenamt. „Ich habe großen Respekt vor den Leuten, die etwas für unsere Gesellschaft tun“, sagte der Landesvorsitzende der CDU, Bernd Althusmann, als er den Reitverein während seiner Sommertour unter dem Motto „Starkes Ehrenamt – unser Herz für Niedersachsen“ auf dem Hof Bätke besuchte.
Als kleiner Junge habe er voltigiert, mittlerweile sei dieses Engagement einem gesunden Respekt vor den großen Vierbeiner gewichen. Gerade im Pferdeland Niedersachsen sei es ihm jedoch ein Anliegen, vor allem den Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit einmal Danke zu sagen. Ohne das Ehrenamt, dass im Verein die Zügel in der Hand hält, gäbe es auch auf dem Hof der Familie Bätke keine festangestellte Reitlehrerin oder Schulpferde, auf denen Anfänger ihre ersten Runden im Sattel drehen können. „Der Reitunterricht hat bei uns immer Vorrang“, erläuterte die Vereinsvorsitzende Elke Gerns-Bätke. Für die Reitschüler sei eigens eine Hälfte der großen Reithalle reserviert worden.
Der Höhepunkt des Vereinsjahres ist jedoch das große Reitturnier, zu dem jedes Jahr auch viele prominente Reiter anreisen. „Hannovers Zuschauer sind anspruchsvoll“, schmunzelte Gerns-Bätke, die sich freut, dass „liebe Sponsoren“ den Verein bei der Organisation unterstützen. Das habe dem Verein vor allem in diesem Jahr, in dem das Turnier nur um des Sportes Willen ohne Zuschauer stattfand, besonders geholfen.
„Wir sind gut aufgestellt“, sagte sie. Und obwohl beim Turnier alles sehr professionell laufe, seien es doch die mehr als 70 Ehrenamtlichen, die die Arbeit für den Verein leisten und kein professioneller Turnierveranstalter. „Das geht alles auf unsere Kappe“, machte sie deutlich.
An den Politiker haben die Reiter deshalb einen Wunsch. „Etwas mehr Gelassenheit im Umgang mit dem Ehrenamt“, nannte der stellvertretende Vereinsvorsitzende Eugen Klein seine Priorität. Die zahlreichen Genehmigungen, die zum Beispiel für die Hubertusjagd nötig seien, zermürbten die Organisatoren. „Als Ehrenamtler kann man nicht alles perfekt liefern“, fügt er an.
Durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie sind in diesem Jahr jedoch alle gemeinschaftlichen Veranstaltungen des Vereins ausgefallen und auch in der Vereinsgaststätte sitzt derzeit keiner. Dieses Miteinander fehlt der Gemeinschaft. „Der Verein lebt davon, dass wir uns hier begegnen“, sagte Gerns-Bätke. Dass Alt und Jung zusammenkommen, sei doch das Besondere am Reitsport: „Dass das wieder möglich ist, das ist mein größter Wunsch.“