Viel Engagement beim Isernhägener Integrationstag

Ein Highlight am Nachmittag: der Hula-Tanz von Mona Achterberg, Flora Collin und Nelly Wilhelm. (Foto: Renate Tiffe)

Gruppen der Zuwanderer stellten sich vor – aber wenig Publikum

ALTWARMBÜCHEN (ti). Es war der erste Integrationstag in Isernhagen und er bot alle Voraussetzungen für eine informative und unterhaltsame Veranstaltung. Die Integrationslotsen, allen voran deren Sprecherin Flora Collin, hatten den Anstoß zu diesem Tag gegeben, um ein breiteres Publikum auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen – was leider nicht in dem gewünschten Maße gelang.
Es hatte gut angefangen. Eröffnet wurde der Tag von der stellvertretenden Bürgermeisterin Dr. Renate Vogelgesang. Und Nelly Wilhelm – selbst eine Zugewanderte aus Russland - sorgte mit ihrem Kinderchor für einen fröhlichen Auftakt. Eltern und Angehörige waren ein interessiertes, und beifallsfreudiges Publikum.
Rings um das Parterre in der Aula der Grundschule in Altwarmbüchen hatten die Gruppen ihre Stände aufgemacht. Zuerst die Integrationslotsen: Sieben sind von der Region ausgebildet worden, um Menschen, die neu in die Gemeinde kommen, das Einleben zu erleichtern. „Wir machen fast alles“, sagt Flora Collin. Wir bieten Unterstützung bei Behördengängen und Arztbesuchen, wir helfen beim Ausfüllen von Anträgen, vermitteln bei der Hausaufgabenhilfe und bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. Und manchmal, so die gebürtige Philippinin, die neben der Landesssprache dort auch englisch, spanisch und japanisch spricht, empfinden wir uns auch einfach als Lebensberatungsstelle.
Ralf Henneberg meinte, dass eine solche Veranstaltung viele Anregungen für Verbesserungen im Zusammenleben bringen könne. Die Strukturen unter den Zuwanderern, von denen viele bereits eingebürgert sind, seien sehr gemischt. Sie reichen von Hartz IV-Empfängern bis zu denen, die „schon angekommen“ sind. Henneberg, in der Gemeinde für die Seniorenarbeit zuständig, und Mona Achterberg, die über das „Bündnis für Familie“ informierte, hatten spontan ihre Unterstützung bei der Vorbereitung des Integrationstages zugesagt.
Einen Eindruck von der Vielfalt der Kulturen vermittelten die Stände vom Deutsch-Japanischen Freundschaftskreis Hannover-Hiroshima und von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Georgia Katsioni gab an Hand von Schautafeln Auskunft über die griechische Gemeinde in Hannover. Sie lebt seit 41 Jahren in Deutschland und fand es „toll“, dass es den Integrationstag gibt. Es habe sich viel geändert seit ihren Anfangsjahren.
Klar, dass die agile Chefin vom Restaurant „Artos“ auch am großen Büfett mit tätig war, mit dem die Mitglieder vom Internationalen Frauentreff - neben Flora Collin auch Gülhan Hegemann und Rosalie Kanziza - aufwarteten. Gemeinsam zu essen, die Spezialitäten eines jeden Landes zu probieren, verbindet immer.
Auch, wenn man am Nachmittag weitgehend unter sich blieb: der heiteren Stimmung in der bunten Gesellschaft tat das keinen Abbruch. Dazu beigetragen haben die Lieder vom Chor der Deutschen aus Russland und ihre spontanen Tänze und nicht zuletzt der Hula-Tanz von Mona Achterberg, Flora Collin und Nelly Wilhelm.