VAPS-Sommerfest brachte Unterstützung

Die Geschäftsführer der VAPS, Wolfram Müller und Christoph Schwarz (Bildmitte), überreichen den Spendenscheck an den Kirchhorster Ortsbürgermeister Herbert Löffler (links) und Herrn Reinhard Berkelmann von der Freiwilligen Feuerwehr Stelle. (Foto: H. Löffler)

Feuerwehren Kirchhorst und Stelle gründen Kindergruppe

KIRCHHORST-STELLE (r/gg). Die Feuerwehren Kirchhorst und Stelle wollen gemeinsam für Sechs- bis Zehnjährige eine neue Gruppe anbieten. Losgehen soll es zu Beginn des nächsten Jahres. Die Ankündigung dieser Neuerung gab es beim Sommerfest der VAPS GmbH unter dem Motto „Gemeinsamkeit und Sicherheit“. Die VAPS ist als Interessenvertretung der bundesweit rund 2.300 Handels- und Servicepartner der Marken Volkswagen Pkw, Audi und Volkswagen Nutzfahrzeuge seit 1990 in Isernhagen ansässig und beschäftigt am Standort in Kirchhorst rund 160 Mitarbeiter, wobei weitere Standorte und Tochtergesellschaften in Deutschland existieren. Das Kerngeschäft sind Einkaufs- und IT-Dienstleistungen sowie die Softwareentwicklung für Autohäuser.

Was lag also näher, als ein kompetentes Hilfeleistungsunternehmen einzuladen. Auf Vermittlung und Information des Ortsbürgermeisters Herbert Löffler, dass aus der historischen Dorfentwicklung heraus (Stelle, Großhorst, Kirchhorst) es in Kirchhorst zwei Feuerwehren gibt, die bereits gemeinsam eine Jugendfeuerwehr haben aber noch stärker auf Nachwuchsarbeit setzen und eine gemeinsame Kinderfeuerwehr gründen wollen, wurden die Feuerwehren Kirchhorst und Stelle eingeladen.

„Wir haben viele Nachfragen, der Bedarf ist da“, sagt Reinhard Berkelmann, Stelles stellvertretender Ortsbrandmeister. Schon im frühen Kindesalter soll die Begeisterung für die Feuerwehr geweckt werden. Laut Ortsbürgermeister Herbert Löffler sind die Voraussetzungen für einen Generationswechsel bestens: „In Kirchhorst haben wir mit den höchsten Kinderanteil in der Gemeinde.“ Bisher gibt es in der Kommune vier erfolgreiche Kinderfeuerwehren in Altwarmbüchen, Neuwarmbüchen, K.B. und FB gemeinsam sowie H.B., deren Angebot sich an Sechs- bis Zehnjährige richtet.

Jessica Friedrich aus Kirchhorst und Kevin Kleber aus Stelle werden die neue Gruppe mit 20 bis 25 Kindern betreuen. „Für September planen wir eine Informationsveranstaltung“, kündigt Reinhard Berkelmann an. Zudem wollen die beiden Feuerwehren im Oktober, November und Dezember jeweils Schnupperdienste anbieten. „Den eigentlichen Gründungstag planen wir für den 6. Januar“, sagt Reinhard Berkelmann. Die Kinder sollen ganz langsam an die Feuerwehr herangeführt werden: „Zunächst geht es vorrangig um Spiel, Spaß und Gemeinschaft.“

Zu erfrischenden Getränken und allerlei Leckereien vom Grill – mittendrin auch das historische Löschfahrzeug EMMA (Baujahr 1955), das mit dem umgebauten 200-Liter-Tank erfolgreich seinen Einsatz als Durstlöscher fand - galt es für die Mitarbeiter der VAPS GmbH eine Feuerwehrübung zu absolvieren. Die aktiven Feuerwehrleute unter der Leitung von Berkelmann führten dabei in die Feinheiten einer Löschübung ein. Anschließend durften die Mitarbeiter der VAPS selbst an die Löschgeräte.

Nach Abschluss der Übungen und Wettkämpfe überreichten die Geschäftsführer der VAPS, Wolfram Müller und Christoph Schwarz, eine Spende in Höhe von 2.000 Euro an die Freiwilligen Feuerwehren von Kirchhorst und Stelle. Der Spendenbetrag soll den Aufbau der neuen Kinderfeuerwehr unterstützen.

Für das Unternehmen Kinderfeuerwehr kommt das Geld gerade richtig. „Mit der Spende können wir einheitliche Kleidung für die Kinder und Gesellschaftsspiele anschaffen“, sagt Reinhard Berkelmann. Auch gemeinsame Ausflüge in den Heidepark oder zum Flughafen Langenhagen stehen für die Findungsphase auf der Wunschliste. „Dafür benötigen wir auch Kindersitze.“
„Wir stellen auch noch einen Spendenbehälter für die Mitarbeiter auf und hoffen, dass bis zum Gründungstag noch weiteres Geld zusammenkommt“, kündigte Christoph Schwarz an. Ortsbürgermeister Herbert Löffler betonte in seinen Dankesworten auch die Notwendigkeit – und setzt dabei auf freiwilliges Engagement der Firmen – die örtlichen Feuerwehren zur Übung oder Betriebsbesichtigung grundsätzlich einmal einzuladen, damit im Ernstfall die Kameraden sich in den Betrieben besser auskennen und auch wissen, welche Güter und Stoffe wo gelagert sind.