Störche sollen Nest aufbauen

Dieter Kleinschmidt (links) und Erhard Zander sorgen auf dem Trafo-Turm in Kolshorn für eine Grundausstattung, die Störche für dne Nestbau brauchen. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Massiver Unterbau auf Kolshorner Trafo-Turm

Kolshorn (gg). „Der Platz ist ideal“, sagt Erhard Zander, als er am Mittwochmittag vor dem Trafo-Turm an der Hauptstraße steht. Für ihn hat der unansehnliche Klotz unschlagbare Vorteile, denn als Naturschutzbeauftragter nimmt er die Sicht der Störche an und die finden hohe, frei stehende Podeste klasse. Viel zu wenig gibt es davon. Im Frühjahr werden wieder mehrere Paare auf der Suche sein. „Die Anzahl der Störche steigt. Neun Paare haben im vergangenen Jahr erfolgreich gebrütet, im Jahr 2004 waren es nur vier Paare“, sagt Erhard Zander. Gemeinsam mit dem Naturschutzbeauftragten Dieter Kleinschmidt und NABU-Mitgliedern im Verbund Burgdorf-Uetze-Lehrte sind in den vergangenen Jahren viele Nester aufgebaut worden. Standorte sind in Dollbergen, Schillerslage, Uetze, Hänigsen, Obershagen, Eltze, Dedenhausen, Dachtmissen, Burgdorf, Lehrte, Steinwedel, Sievershausen, Immensen und Arpke. Und da Kolshorn dank der verbreiteten Pferdehaltung Wiesenbereiche bietet, auf denen mit Feldmäusen, Frösche, Würmern und Käfern das für die Störche nötige Futter gedeihen kann, ist die Entscheidung zum Bau der Nisthilfe gefallen. „Störche fliegen nach dem Schlüpfen der Küken nur zwei Kilometer weit, um Futter zu suchen – zum Schutz des Nestes wollen sie dicht dabei bleiben“, erklärt Erhard Zander, der sich seit 40 Jahren für den Naturschutz engagiert. Bei Dieter Kleinschmidt kommen 33 ehrenamtliche Arbeitsjahre zusammen. „Wir haben Routine“ sagt er beim Ausstatten der massiven Holzkonstruktion für das Storchennest auf dem Dach des Trafoturms. Ein Weidenkorb mit 1,30 Meter Durchmesser wurde mit Pferdemist ausgelegt, sodass eine Dämmschicht vorhanden ist. Ein Storchenpaar, das brüten will, wird dann noch viel Strauch darauflegen. Jahr für Jahr kommt damit enorm viel Gewicht dazu. 3.200 Euro schlagen für die stabile Nest-Unterkonstruktion in Kolshorn zu Buche, doch dank des Bemühens von Erhard Zander um Fördermittel, zahlt die Regionsverwaltung 90 Prozent der Kosten, gedeckt aus dem Biodiversität-Programm. Zehn Prozent übernimmt die NABU-Ortsgruppe Burgwedel-Lehrte-Uetze, die den Trafo-Turm von der Region Hannover gepachtet hat.