Startschuss für den Campus

Mit einem fröhlichen „Glück auf“ erfolgte der erste Spatenstich für den Campus Isernhagen (v. l.): Nicole Jürgensen (Erste Gemeinderätin), Christina Bielefeld (Schulleiterin des Gymnasiums Isernhagen, Arpad Bogya, Patrick von Amsberg, Ulrich Falk (Kaufmännischer Bereichsleiter Züblin) und Jens Könecke (Schulleiter der IGS Isernhagen). (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Der erste Spatenstich auf der größten Baustelle der Gemeinde Isernhagen ist erfolgt

Von Bettina Garms-Polatschek

ALTWARMBÜCHEN. Es war ein spannender Moment für Gemeindebürgermeister Arpad Bogya und das Projektteam auf der zurzeit größten Baustelle der Gemeinde Isernhagen. Zu sechst schritten Gemeinde-, Schul- und Unternehmensvertretende zur Tat und leiteten mit dem ersten Spatenstich auf dem Schulgelände am Helleweg den Bauprozess für den „Campus Isernhagen“ ein.
„Ich habe oft genug auf die Webcam geschaut, jetzt sind wir dran“, freute sich Bogya in seiner Ansprache. Nach Verzögerungen bei den Genehmigungsverfahren sei nun der Moment gekommen, den ersten Spatenstich zu tun. Der Bürgermeister gab sich zuversichtlich, dass der Termin für die Fertigstellung im Juli 2020 auch eingehalten werden kann: „Wir sind noch im Zeitplan, ich hoffe, dass bleibt auch so.“
Der Technische Bereichsleiter des ausführenden Unternehmens Züblin, Patrick von Amsberg, führte Daten an, um den Gästen die Größenordnung des Projektes zu verdeutlichen. Nach der Unterzeichnung des Vertrages mit der Gemeinde am 23. Mai erfolgte im Juli der Abriss der alten Sporthalle, die später durch eine moderne Vierfeldhalle ersetzt werden soll. 3 200 Kubikmeter Erde wurden bei den Gründungsarbeiten ausgehoben und 200 Meter Grundleitungen gebaut. 440 Tonnen Bewehrungsstahl werden verlegt und mit 3 600 Kubikmeter Beton übergossen.
Für den Bau werden 7 600 Quadratmeter Mauerwerk errichtet und allein für den Rohbau 30 000 Handwerkerstunden eingebracht. „Wir hoffen, das alles unfallfrei fertigzustellen und anschließend die Schule, die Vierfeldhalle und den Jugendtreff auszubauen“, so von Amsberg. Bei der Ausführung der Bauten nach den Entwürfen des Planungsbüros Schröder aus Bremen, seien auch Umweltaspekte und Ressourcenschonung sowie regionale Unternehmen mit einbezogen worden, betonte der Technische Bereichsleiter.
Die durch den Abriss der Sporthalle frei gewordene Fläche wird fast vollständig überbaut, die Bruttogeschossfläche des Neubaus beträgt rund 12 700 Quadratmeter. Die Bruttokosten für die Planung und die Bauausführung werden mit 25 Millionen Euro beziffert. Der Eingangsplatz vor dem Bestandsbau wird bis vor die Haupteingänge des Neubaus gezogen, um einen einladenden Campusplatz zu schaffen, der auch gut an die Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs angebunden werden kann. Das Gebäude wird wie bisher über die Straße Helleweg erreichbar sein.
Beide Komplexe, sowohl der Erweiterungsbau als auch die Bestandsgebäude der IGS sowie des Gymnasiums werden durch einen Marktplatz verbunden, der in Verbindung mit der Eingangshalle als neues Zentrum gedacht ist. Die neu entstehenden Funktionsbereiche werden rund um das Zentrum angedockt.
Der Marktplatz soll als Treffpunkt zum Aufenthalt und für Gespräche der Schüler dienen.
Im Mensa-Bereich sind 300 Sitzplätze geplant, von denen der überwiegende Teil im Erdgeschoss sein wird. Der übrige Teil wird auf der Galerie angesiedelt, die über eine interne Treppe erreichbar ist und im 1. Obergeschoss an das zentrale Treppenhaus angebunden wird. Die Mensa ist nicht nur als Speiseraum, sondern auch als Veranstaltungsstätte konzipiert, sodass dort Abiturfeiern oder andere Events stattfinden können.
Im Sportbereich wird außerdem die Jugendpflege angesiedelt, die dort eigene Räume bekommt. Diese werden über einen separaten Eingang erreichbar sein. Nach der zweijährigen Bauzeit werden interne Umstrukturierungen und die Fertigstellung der Außenanlagen noch weitere Zeit in Anspruch nehmen. Bis dahin wird am Helleweg noch viel Bewegung auf der Baustelle sein, die am häuslichen Computer per Webcam verfolgt werden kann (www.isernhagen.de/campus).