Späte Aussaat soll gelingen

Bei der Aussaat im Gespräch (von links): Wilfried Plum, Thomas Hahn, Meinolf Helling, Friedel Könecke und Laura Strawa und Lukas Müller vom Friedhofsförderverein. (Foto: Andrea Hesse)

Kooperation setzt sich für Blühstreifen ein

Isernhagen (r/gg). In Abstimmung mit dem Friedhofs-Förderverein der Kirchengemeinde St. Marien soll auf der Reservefläche im Bereich Martin-Luther-Weg ein bienenfreundlicher Blühstreifen entstehen. Die entsprechende Aussaat übernahm Landwirt Friedel Könneke. Diakonin Anna Clausnitzer betreute zeitgleich eine Kinderfreizeit auf dem Areal der Kirchengemeinde und nutzte das Vorbereiten des Blühstreifens, um den Mädchen und Jungen das Thema Artenschutz näher zu bringen. Wilfried Plum, Meinolf Helling und Thomas Hahn von der Initiative Bienen-Blühstreifen Burgwedel-Isernhagen und Uwe Wagstyl von der Bürgerstiftung Isernhagen unterstützen das Projekt.
„Diese Saatgutmischung kann die Nahrungsversorgung von Wildbienen, Honigbienen, Schmetter­lingen und anderen blütenbesuchenden Insekten nachhaltig verbessern. Diese Insekten wiederum übernehmen eine wesentliche Funktion bei der Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen, steigern und sichern die Erträge in Landwirtschaft und Gartenbau“, heißt es auf der Internetseite der hessischen Firma, bei der Wilfried Plum vor ein paar Wochen zwei Kilogramm Saatgut bestellt hatten. Die Auswahl fiel auf die Mischung, die besonders für die Aussaat im Spätsommer geeignet ist und Samen von Wildblumen und Kulturpflanzen enthält.
Wilfried Plum, Meinolf Helling und Thomas Hahn hatten im vergangenen Jahr die „Initiative Bienen-Blühstreifen Burgwedel-Isernhagen“ (IBBBI) in das Leben gerufen, um dem dramatischen Rückgang der Insektenpopulation etwas entgegenzusetzen. Seither konnten sie bereits vier Projekte verwirklichen – so auch in dieser Woche auf dem Kirchenfriedhof St. Marien Isernhagen. Rund 1.200 Quadratmeter Reservefläche stellt die evangelische Kirchengemeinde hier für einen Blühstreifen zur Verfügung; entgegen früheren Erwartungen wird diese Fläche aktuell nicht für eine Erweiterung des Friedhofes gebraucht.