Sonnenenergie im Haushalt

Fördermöglichkeiten für den Einbau von Solarthermieanlagen

ISERNHAGEN (r/bs). Die Solarthermie ist eine seit vielen Jahren bewährte Technologie, um mit Kollektoren aus Sonnenenergie Wärme zu erzeugen. In Verbindung mit einem Solarspeicher und einem Heizkessel wird dafür gesorgt, dass jederzeit ausreichend Wärme zur Verfügung steht, ohne dass eine weitere Wärmequelle notwendig ist.
Dabei kommen die solare Trinkwassererwärmung und die solare Heizungsunter-stützung zur Anwendung. Die Größe der Kollektorfläche und das Volumen des Speichers hängen von der Anzahl der Personen und dem weiteren Bedarf durch wasserverbrauchende Haushaltsmaschinen ab. Die Solarkollektoren werden vornehmlich auf dem Dach montiert.
Über Rohrleitungen wird die Sonnenenergie mittels einer Wärmeträgerflüssigkeit die Wärme vom Dach zum Speicher transportiert. Dort wird die Wärme über einen Wärmetauscher an das im Speicher vorhandene Wasser übertragen. In den meisten Fällen kommen Speicher mit einem Volumen von 700 bis 1.000 Litern zum Einsatz.
Mit der Installation einer Solarthermieanlage kann nicht nur CO2, sondern auch eine Menge Geld eingespart werden. Erfahrungsgemäß kann eine Solarthermieanlage mit einer Kollektorfläche von rund 1,5 m³ pro Person und einem Speicher mit ca. 300 Litern Inhalt im Jahresdurchschnitt einen Großteil des Bedarfs an warmem Wasser decken. Bei der kombinierten Warmwasser- und Heizungsunterstützung erhöht sich die jährliche Einsparung noch einmal.
Die Nutzung von Solarkollektoren zur Wärmeerzeugung wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert. Die Förderung ist vor Maßnahmenbeginn beim BAFA online zu beantragen. Die möglichen Förderungen können der „Förderübersicht Solar“ des BAFA entnommen werden. Informationen unter (06196) 908 1625.
Auch die Region Hannover bietet eine Förderung thermischer Solaranlagen bei Neuerrichtung, sowie Erweiterung bestehender Solarkollektoranlagen zur Bereitung von Warmwasser und zur kombinierten Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung. Grundsätzlich gewährt die Region zusätzlich zum BAFA-Förderbetrag einen Zuschuss in gleicher Höhe. Sie fördert jedoch maximal 1.000 Euro pro Anlage.
Auch eine hochwertige Dachdämmung wird von der Region Hannover gefördert, wenn gleichzeitig eine Solaranlage auf dem Dach installiert wird. Dabei ist es freigestellt, ob eine Solarstrom- oder eine Solarwärme-Anlage im Rahmen der Dachsanierung gebaut wird. Gefördert werden 50Euro/m² gedämmter Dachfläche, jedoch maximal 50.000 Euro pro Gebäude. Informationen unter 05 11-616 21091.
Voraussetzung für den Erhalt der Förderung ist der Energiebezug bei EWI und die Energieberatung durch einen unabhängigen zugelassenen Sachverständigen, die Kunden kostenlos angeboten werden. Thermische Anlagen werden bis 10m² mit 600 Euro, über 10 m² mit 800 Euro und in Verbindung mit Gasbrennwerttechnik mit 1.000 Euro gefördert.
Zu Details, den Summen und den Fördervoraussetzungen informiert Frau Gensert, Mitarbeiterin der EWI, telefonisch unter 0511 616 5473. Zu den technischen Standards berät Herr Schneemann, Mitarbeiter der Gemeinde Isernhagen, unter 0511 6153-4672.