Senioren-Union Isernhagen feierte 20-jähriges Bestehen

Gratulation zur Konrad Adenauer Medaille (v.l.): Jörg Weiland, Hubert Neuhaus und Rainer Hajek. (Foto: Renate Tiffe)

Hohe Ehrung für den früheren Vorsitzenden Hubert Neuhaus

ALTWARMBüCHEN (ti). Eine große Festgesellschaft hatte sich in der Gaststätte Hennies in Altwarmbüchen versammelt, darunter zahlreiche Ehrengäste aus Partei und Politik. Die Senioren- Union der CDU Isernhagen feierte ihr 20-jähriges Bestehen. Die Musikschule Isernhagen-Burgwedel sorgte für den musikalischen Rahmen. Den Festvortrag hielt die Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Flachsbart.
n ihrem Grußwort hob Dr. Renate Vogelgesang, die in Vertretung des Bürgermeisters erschienen war, die Bedeutung der Senioren-Union hervor. Von den 24851 Einwohnern der Gemeinde seien 7207 älter als 60 Jahre. Das sind fast 30 Prozent. Stark vertreten seien die Senioren im Rat und in den Ortsräten. Die Senioren-Union sei ein integraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Isernhagen und diene dem Austausch unter den Generationen, betonte sie. Er gratuliere voller Hochachtung. Isernhagen stelle den mit Abstand stärksten Verband, sagte der Kreisverbandsvorsitzende Horst Böhmer.
Unter dem Vorsitz von Jörg Weiland zählt die Vereinigung derzeit 138 Mitglieder. Sie hatte sich am 24. Januar 1990 gegründet, zwei Jahre nach der Entstehung des Bundesverbandes. Die Senioren-Union ist die jüngste unter den christdemokratischen Vereinigungen. Nicht alle Mitglieder gehören der Partei an. Der Anteil in Isernhagen beträgt etwa 50 Prozent.
Eine Rückschau auf die vergangenen 20 Jahre hielt Hubert Neuhaus, der insgesamt 14 Jahre den Vorsitz innehatte. Akzente wurden in Politik und Kultur gesetzt, auch auf das Miteinander wurde Wert gelegt. 1,5 Veranstaltungen habe es durchschnittlich pro Monat gegeben, stellte Neuhaus fest, von denen er viele aufzählte. Er komme allmählich ins Schwärmen, korrigierte er sich selbst ein wenig, bevor Rolf Dietz, der langjährige Kreisvorsitzende, das Wort ergriff. Er kündigte eine Überraschung an, die nicht im Programm gestanden hatte. Hubert Neuhaus wurde wegen seiner vielfältigen Verdienste um die Union mit der Konrad Adenauer Medaille ausgezeichnet. Sie wurde vom Landesvorsitzenden Rainer Hajek überreicht.
Keine Unbekannte für die anwesenden Seniorinnen und Senioren war Maria Flachsbart, in der Berliner CDU- Bundestagsfraktion zuständig für das „Überirdische“ - die Religionen - wie auch für das „Unterirdische“ - die Umweltpolitik, wie sie sich vorstellte. Ihr Thema war weniger festlich, dafür aber höchst aktuell. “Flott“ und gut verständlich erläuterte sie das Energiekonzept der Regierungskoalition, ein Gesamtkonzept immerhin, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Es beinhaltet den Klima- und Umweltschutz ebenso wie die Versorgungssicherheit - die Voraussetzung für unseren Wohlstand - wie auch die Preiswürdigkeit für Verbraucher und Industrie. „Wir machen seriöse Politik“ kam sie auf die Sicherheit bei der Versorgung zu sprechen und dazu gehöre, dass zwar die „Erneuerbaren“ zu 100-Prozent angestrebt werden, dass der Anteil an Sonnen-, Wind- und Wasserenergie zur Zeit aber erst 14 Prozent beträgt. Kohle und Kernenergie sind deswegen noch unverzichtbar, daher die moderate Verlängerung der Reaktorlaufzeiten. Die Kernenergie zu nutzen, ohne eine Lösung für die Endlagerung zu haben, sei verantwortungslos, was auch für die von Rot-Grün eingerichteten Zwischenlager gelte. Nach 10-jähriger Pause werden deswegen die Untersuchungen in Gorleben wieder aufgenommen, und die Befunde internationalen Wissenschaftlern vorgelegt, bevor das ordentliche atomrechtliche Verfahren beginnt. Gleichzeitig sei der Weg der „Erneuerbaren“ zu vernünftigen Kosten noch weit. Er wird umso länger, je stärker die Proteste aus der Bevölkerung kommen, beispielsweise beim Bau von Biogasanlagen oder dem Legen von Stromleitungen von den Off-Shore-Anlagen zu den Verbrauchern in den Industriezentren.
Für die festlich gestimmte Gesellschaft in der Tenne von Hennies Gaststätten war letzteres harter Tobak - was der anschließenden Kaffeetafel aber keinen Abbruch tat.