"Personaldecke bleibt Dauerthema"

Bei der Jahreshauptversammlung wurde Johannes Röttger (links) zum Feuerwehrmann ernannt und Maurice Fahsmann zum Hauptlöschmeister. (Foto: privat/Arne Zilling)

Ortsbrandmeister Arne Zilling berichtet bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Kirchhorst

Kirchhorst (r/fh). Bei der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Kirchhorst hat der Ortsbrandmeister Arne Zilling kürzlich über die Einsätze im Jahr 2020 berichtet. Insgesamt rückten die Einsatzkräfte 25 Mal. Darunter waren zehn Löscheinsätze, acht technische Hilfeleistungen und sieben ausgelöste Brandmeldeanlagen. Dabei leisteten sie zusammengerechnet 300 Personalstunden. Bei 38 Übungsdiensten kamen weitere 1429 Stunden zusammen. Insgesamt kamen so fast 1800 Personalstunden zusammen. Noch nicht enthalten sind darin diverse Stunden für Lehrgänge, Dienstvorbereitungen, Kommandositzungen und Verwaltungsarbeit.
Der Mitgliederbestand zeige sich stabil. "So traten insgesamt drei Aktive aufgrund eines Umzugs aus der Feuerwehr aus. Gleichzeitig sind zwei Mitglieder der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übergetreten und es konnten ein Quer- beziehungsweise Wiedereinsteiger für die Einsatzabteilung gewonnen werde", so Zilling. Dennoch bleibe die knappe Personaldecke nach wie vor ein Dauerthema. "Die Gründe hierfür sind vielfältig", machte Zilling deutlich. In den seltensten Fällen liege es an der Motivation. Vielmehr sei die Wohnsituation und das Fehlen von bezahlbarem Wohnraum ein wesentlicher Faktor. Der Ortsbrandmeister forderte Verwaltung und Politik auf, an dieser Situation dringend etwas zu ändern.
Die Kinderfeuerwehr startete mit 22 Kindern in das Jahr 2020. Seitdem sind sechs Kinder in die Jugendfeuerwehr übergetreten. In 2020 konnten wegen der Corona-Pandemie nur wenige Dienste angeboten werden. Zum Restart im Juli 2021 bevölkerten viele Kinder, darunter auch neu Interessierte den Hof. Der aktuelle Mitgliederbestand liegt bei 14 Kindern. Auch in der Jugendfeuerwehr hat die Corona-Pandemie für Stillstand gesorgt. Während des Lockdowns wurden Übungsdienst online abgehalten. Ab September konnte wieder in Kleingruppen geübt werden. Insgesamt haben die 13 Jugendlichen rund 500 Stunden gemeinsam verbracht.
Im vergangenen Jahr bestand ein Mitglied die Truppmann-1-Ausbildung, zehn weitere Lehrgänge wurden beantragt, mussten aber alle aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt oder abgebrochen werden. Das Ausbildungsprogram ist nach dem langen Stillstand wieder gestartet worden. Insgesamt vier Mitglieder sollen im zweiten Halbjahr Lehrgänge besuchen. Dennoch bleibe der Ausbildungsstau bestehen. Die Regionsausbildung hat sich gerade der fehlenden Atemschutzgeräteträger-Lehrgänge angenommen und wird weitere Lehrgangsplätze schaffen.
Gegen Ende der Versammlung standen noch die Ehrungen auf der Tagesordnung: Wolfgang Wittbold wurde mit dem Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für seine 60-jährige aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet. Befördert wurden Johannes Röttger (Feuerwehrmann) und Maurice Fahsmann (Hauptlöschmeister).