„Nun muss es vernünftig laufen“

Birgit Rieger, Leiterin der Heinrich-Bokemeyer Grundschule Immensen, bereitet den Ganztagsbetrieb vor. (Foto: privat)

Gundschüler sollen gute Nachmittage haben, Schule in Immensen beginnt mit Ganztagsbetrieb

IMMENSEN (gg). Was seit zwei Jahren geplant wird und nun vom Rat in der jüngsten Sitzung mit finanziellen Mitteln ausgestattet wurde, soll im Sommer 2019 Realität werden: Ganztagsbetrieb in der Heinrich-Bokemeyer Grundschule. Nicht nur für den Unterricht am Vormittag sollen die Schüler versorgt sein, sondern Mittagessen bekommen und bis in den Nachmittag hinein betreut werden. Hausaufgabenhilfe, Sport oder sinnvolle Freizeitgestaltung sollen zur Auswahl stehen – zum Wohl der Kinder. „Wir freuen uns, dass das Geld bewilligt wurde, aber jetzt muss alles vernünftig laufen“, sagt Schulleiterin Birgit Rieger mit recht sorgenvollem Ton, denn zur Versorgung ihrer Schüler seien die Menschen wichtig, die nachmittags die Betreuung leisten werden und die seien eben noch nicht gefunden. Arbeitsgemeinschaften zu bilden, attraktive und hochwertige Angebote zu gestalten, habe für sie Priorität. Dass sich die Stadtverwaltung bemühe, bei Personalangelegenheiten zu unterstützen, sei ein wichtiges Signal, um nicht den Mut zu verlieren. „Die zusätzliche Stellen für einen Erzieher oder einen Sozialassistenten und für eine weitere pädagogische Fachkraft müssen noch besetzt werden, was nicht einfach sein wird“, so Birgit Riegers Ausblick. Zuversichtlich stimme sie die Unterstützung aus der Elternschaft, auf die sie sich immer verlassen könne. Eine Kooperation mit dem MTV, die Nutzung der Sporthalle – all das werde sich sicherlich gut regeln lassen.
An der Grundschule in Immensen lernen derzeit 83 Schüler. „Die Tendenz ist steigend“, sagt Birgit Rieger zur Schülerprognose für Sommer 2019. Um genug Platz im Ganztagsbetrieb zu haben, werden sicherlich Container aufgestellt. „Wenn es nur vorübergehend ist, ist das okay“, betont die Schulleiterin. Wie viele Schüler von ihren Eltern für die Nachmittagsbetreuung angemeldet werden, sei noch recht offen, so ihr Hinweis. Eine erste Abfrage laufe. Sie rechnet grob mit 30 Schülern. Frühestens im nächsten Frühjahr werden Budgets entwickelt, so ihre Auskunft. Erst dann werden klar, was die Umstellung kosten wird.