Neuester Standard für Schützen

Ralf Auras zeigt den Kugelfangbehälter am neuen elektronisch gesteuerten Zielrahmen.
 
Schießstandsachverständiger MIchael Prelle misst die Lichtstärke. Im Vordergrund die Tabletcomputer, auf denen die Schussergebnisse sofort angezeigt werden.
Isernhagen: Schützengesellschaft Isernhagen HB |

Schießsportanlage in Isernhagen HB wurde modernisiert - Technische Abnahme erfolgt, Einweihung am 18. August

ISERNHAGEN HB (bgp). Ralf Auras, Schützenchef in Isernhagen HB, gerät schon ein wenig ins Schwärmen, als er die Vorteile der im Juli modernisierten Schießsportanlage am HB’er Bahnhof aufzählt. „Mit 199 Lichtschranken ist die neue Technik wesentlich genauer als die Papierauswertung“, kommentiert er die frisch installierten Zielrahmen mit einer Durchschnittshöhe von 182 mal 182 Millimeter. Außerdem gebe es nun keinen Papierstaub mehr. Die Scheibenseilzüge seien entfernt worden, da die Auswertung elektronisch erfolge und auf dem Tabletcomputer direkt am Schießtisch abzulesen sei.
Die „Meyton Electronic Targets“-Anlage wurde nach einer „Abrissparty mit Juxschießen“ vom 6. Juli an in 120 Stunden ehrenamtlicher Arbeit durch 11 Mitglieder installiert. Am 31. Juli erfolgte die Überprüfung durch den öffentlich bestellten Schießstandsachverständigen Michael Prelle. Er führte am Mittwochabend die technische Abnahme der Anlage durch. Anschließend wird sein Bericht an die Region Hannover gehen, die dann eine Freigabe erteilen muss.
Auras ist zuversichtlich, dass alles ordnungsgemäß eingebaut ist. „Wir haben auch Elektroinstallateure und IT-Leute bei den Schützen“, erklärt er voller Stolz und zeigt auf einen neuen Schaltschrank, der an der Wand hängt. Der Internet-Zugang werde am nächsten Tag freigeschaltet. In dem Raum vor dem Schießstand steht ein großer flacher Karton in der Ecke, ein Fernsehbildschirm steckt darin. „Der muss noch angebracht werden“, lässt der Schützenchef wissen. Die Gäste können später an Theke oder Tischen die Ergebnisse genau verfolgen, da diese nicht nur auf den Tablets, sondern auch auf dem großen Bildschirm landen. Damit ist Spannung bei den Schießwettkämpfen garantiert.
Währenddessen misst Prelle die Lichtstärke unmittelbar vor den sieben Zielrahmen. Bis zu 1000 Lux Lichtstärke sind möglich, die Helligkeit ist stufenlos einstellbar. „Das Auge muss sich erst daran gewöhnen“, erläutert Auras den Unterschied zum vorherigen Standard, bei dem es weitaus dunkler zuging. Die mittleren drei Rahmen haben eine größenverstellbare Blende, da dort auch mit Luftpistolen geschossen werden kann. Sie benötigen eine größere Öffnung im Ziel. Neu sind auch die Schießtische, die mit einer glatten abwischbaren Oberfläche versehen sind. Eine Richtlinie sieht vor, dass die Tische nicht mehr mit weichen Materialien verkleidet sein dürfen, da sich im Flor Bleipartikel sammeln. Diese seien sogar im Blut nachweisbar, wenn sie versehentlich über die Hände in den Mund gelangten, erklärt der Vorsitzende.
Rund 21.500 Euro hat die Schießanlage gekostet, 6.450 Euro gab es vom Regionssportbund als Fördersumme dazu. „Wir haben davon profitiert, dass in diesem Jahr besonders viel Geld im Topf war und wir die vollen 30 Prozent als Förderung für die Anlage erhalten haben“, sagt Ralf Auras. Die Schießtische seien bei der Förderung nicht mit eingeschlossen, insgesamt habe die Modernisierung rund 27.000 Euro gekostet. Am 18. August wird die neue elektronische Schießanlage mit einem kleinen Empfang für geladene Gäste eingeweiht. Ab 13.30 Uhr steht das Schützenhaus für Interessierte offen: Die Schützengesellschaft lädt alle herzlich ein, die Anlage an der Bahnhofstraße 15 zu besichtigen und auszuprobieren.