Neues Jahresmotto vorgelegt

Schwungvoll wurde der Wahrendorff-Neujahrsempfang von Klinikchef Matthias Wilkening vorgetragen. (Foto: Klinikum Wahrendorff/Reichenbach)

Neujahrsempfang im Klinikum Wahrendorff

SEHNDE (r/gg). 300 geladene Gäste, gute Gespräche und natürlich die spontane Rede auf der Getränkekiste von Matthias Wilkening, promovierter Mediziner und Geschäftsführer des Klinikums Wahrendorff, gehörten zum Wahrendorff-Neujahrsempfang. Die Rede gestaltete sich in bewährter Weise basierend auf Stichworte, die die Gäste mitgebracht hatten. Und die Eingaben waren vielfältig. Dieses Jahr stand der Empfang unter dem Motto: Mein Freund Zukunft. „Und natürlich auch der Freundin Zukunft“, wie Matthias Wilkening das Stichwort ergänzte, denn das Klinikum Wahrendorff ist mit seinen Mitarbeitern zu 85 Prozent weiblich, und viele Frauen besetzen verantwortliche Leitungspositionen.
Zukunft ist nicht denkbar ohne Kinder und Jugend. So standen die Stichworte Bildung, Dorffgemeinschaft, Sicherheit, Individualität, Frieden und Entschleunigung auf den mitgebrachten Zetteln. Geschickt, amüsant und mit nachhaltigen Anmerkungen steuerte Matthias Wilkening durch diese gewünschte Redestruktur. Beginnend bei der eigenen Zukunftswerkstatt, in der die Phantasie angeregt wird, um mit neuen Ideen zu Lösungen für die zukünftige Weiterentwicklung des Unternehmens zu kommen, fortgeführt mit der umfassenden Aus-, Fort und Weiterbildung nicht nur für die Mitarbeitenden, sondern auch für die Bewohner und die Patienten. „So ermöglichen wir langjährig untergebrachten Bewohnern unter anderem, hier ihren Schulabschluss nachzuholen“, fasste Matthias Wilkening zusammen. „Das ist eine unserer wesentlichen Aufgaben, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Träume zu leben.“ Zukunft hat immer auch Tradition und Geschichte. Vor 25 Jahren übernahm Matthias Wilkening die Wahrendorffschen Anstalten aus der Insolvenz, verwandelte sie in eine moderne Psychiatrie und öffnete das Unternehmen ganz bewusst nach außen. „Das Ziel, in den Köpfen der Menschen die Mauern rund um die Psychiatrie zu schleifen, verfolgen wir übrigens auch heute noch“, so der Geschäftsführer. „Wir finden, dass uns das auch schon ganz gut gelungen ist.“ Ziel sei es, dass eine psychiatrische Erkrankung nicht mit mehr Vorurteilen wahrgenommen werde wie beispielsweise der Diabetes. Sein Dank ging dabei deutlich an die Mitarbeiter, die stets die Bedürfnisse der Bewohner und der Patienten im Blick haben, Verantwortung übernehmen, Brücken schlagen und beständig nach neuen Möglichkeiten suchen, um die Weiterentwicklung voranzutreiben.
Den gelungenen musikalischen Rahmen gestaltete das „Von der Osten Trio“, in diesem Jahr bereits zum 21. Mal.