Neue Spitze der Grünen Isernhagen fordert vollständigen Atomausstieg

Als neu gewählte Doppelspitze der Isernhagener Grünen fungieren (v.l.) Heidrun Lemke und – wie bisher – Christoph Schroer. Almuth Peters-Bröking ist aus dem Sprecherteam ausgeschieden. (Foto: Die Grünen Isernhg.)

Am Donnerstag Veranstaltung zur Energiewende in Isernhagen

ISERNHAGEN/KIRCHHORST (r/kl). Bei ihrer jüngsten Jahreshauptversammlung haben die Isernhägener Grünen einen neuen Vorstand gewählt. Im inhaltlichen Teil standen erneut Energiethemen und die am Donnerstag in Kirchhorst geplante Veranstaltung zur „Energiewende in Isernhagen“ im Vordergrund.
Die neue Doppelspitze bilden Christoph Schroer (wie bisher) und Heidrun Lemke, die Almuth Peters-Bröking ablöst. Darüber hinaus wurde Dr. Wilfried Zietz für die Kassenführung wieder gewählt.
Breiten Raum nahm aber die geplante Veranstaltung zur „Energiewende in Isernhagen“ ein. Diese findet am Donnerstag, 24. März, ab 20.00 Uhr in der Gaststätte „Maikäfer“ in Kirchhorst statt.
Mit einer Einführung durch den Film „Die Stromrebellen“ sollen dabei andere Modelle der Stromversorgung diskutiert werden, mit dem Ziel eine Initiative zu gründen. Eingeladen zu Film und Diskussion sind interessierte BürgerInnen, sowie Funktions- und Mandatsträger.
Der Film berichtet von acht kleinen münsterländischen Gemeinden, die wieder unabhängig werden wollen. Strom, Gas und Wasser wollen sie zu ihren Bedingungen und zu ihren Preisen selbst verkaufen. So soll möglichst viel Strom vor Ort aus erneuerbaren Energien produziert werden. Und der soll billiger werden.
Wegen der aktuellen Entwicklung in Japan verabschiedeten die Grünen bei ihrer Mitgliederversammlung auch eine Resolution, nach welcher der Atomausstieg in Isernhagen über die Energiewerke EWI vollzogen werden soll. Die Gemeinde hält 51 Prozent der Anteile, daher wollen die Grünen dieses Ziel über den Gemeinderat erreichen.
Unter dem Motto „Fukushima ist überall - Atomausstieg jetzt!,“ ruft der Ortsverband der Grünen Isernhagen am Montag, 21. März, von 18.00 bis 18.30 Uhr, in der Marktplatz-Schnecke (am Rathaus) zu einer Anti-Atom-Mahnwache auf.
„In großer Betroffenheit über die Ereignisse in Japan und mit dem festen Willen, dafür zu streiten, dass die Atomkraftwerke in der Bundesrepublik endlich stillgelegt werden, wollen wir uns am Marktplatz Bothfelder Straße versammeln und eine Mahnwache abhalten. Mit unserer Mahnwache möchten wir unsere Solidarität mit den Menschen in Japan bekunden und gleichzeitig zeigen, dass wir nicht bereit sind, das Risiko einer nuklearen Katastrophe noch länger zu tragen.
Wir lassen uns mit leeren Versprechungen und Moratorien nicht abspeisen. Die Atomkraftwerke in der Bundesrepublik müssen jetzt abgeschaltet werden!
Als mögliche Zeichen empfehlen wir weiße Armbinden mit einem roten Punkt und Kerzen in einem Glas,“ heißt es in dem Aufruf zu der Aktion.
Die Anti-Atom-Initiative „ausgestrahlt“ hat bundesweit zu Mahnwachen für einen sofortigen Atomausstieg aufgerufen. Bereits am 14. März fanden in etwa 400 Städten im ganzen Bundesgebiet Mahnwachen statt. Mehr Informationen und eine Übersicht über alle Mahnwachen am Mpntag gibt es unter www.ausgestrahlt.de im Internet.
Als AnsprechpartnerIn vor Ort in Altwarmbüchen steht Heidrun Lemke, Telefon (05136) 78 47, zur Verfügung.