Landleben auf hohem Niveau vor den Toren Hannovers

Das Bauernhausmuseum auf dem Wöhler-Dusche-Hof lockt am kommenden Sonntag mit der Eröffnung der Sonderausstellung „Messen und Wiegen im Laufe der Zeit“. (Foto: Sina Balkau)

Die Gemeinde Isernhagen hat eine Menge zu bieten

ISERNHAGEN (hhs). Isernhagen hat sich in den vergangenen 40 Jahren gemausert. Anfang der 70er Jahre wurden die Dörfer in der Landeshauptstadt belächelt als „der Pferdestall Hannovers“, heute findet man eine moderne Gemeinde bestehend aus sieben Ortsteilen. Abgesehen von den ursprünglich vier „Isernhagendörfer“, die überwiegend landwirtschaftlich geprägt sind und „Landleben pur“ im besten Sinne und obendrein auf hohem Niveau bieten, sind im Zuge der Kreisgebietsreform 1974 die Ortschaften Altwarmbüchen, Kirchhorst und Neuwarmbüchen hinzu gekommen. Isernhagen begrenzt Hannover, von Langenhagen bis Lahe, liegt verkehrsgünstig zum Flughafen, den Bundesautobahnen 2 und 7, hat Stadtbahnanschluss. Das ist eine Menge an Infrastruktur, aber lange noch nicht alles.
Die Gemeinde glänzt mit ihren kulturellen Möglichkeiten: Der Isernhagenhof, das KulturKaffee Rautenkranz, die Buhrsche Stiftung, der Wöhler-Dusche-Hof. Die Chorszene ist einzigartig, der Kunstverein Burgwedel /Isernhagen bietet außergewöhnliche Präsentationen und die Musikschule Isernhagen&Burgwedel sorgt auf hohem Niveau dafür, dass der musikalische Nachwuchs eine grundsolide Ausbildung erhält. Komplettiert wird alles mit gastronomischen Angeboten, zu denen sich auch die weite Anreise lohnt.
In allen Ortsteilen der Gemeinde ist ein gelungener Kompromiss zwischen Vergangenheit und Moderne gefunden worden. Da ist zunächst einmal Altwarmbüchen mit einem der ältesten, an der Peripherie Hannovers gelegenen Gewerbegebiet. Hier findet man alles, was zum Leben notwendig ist: Lebensmittelmärkte, Baumärkte, Gartenspezialisten, Autohäuser, Fachbetriebe für Dienstleistungen aller Art und vieles mehr. Dort ist gut wohnen, denn Altwarmbüchen verfügt über beinahe alle Qualitäten eines Mittelzentrums: Hier sind Gymnasium, Realschule und Hauptschule angesiedelt, während die Grundschulen aus gutem Grund in den Ortsteilen verbleiben, hier liegt das Verwaltungszentrum der Gemeinde, der größte Sportverein, der TuS Altwarmbüchen, hier gibt es den Altwarmbüchener See, ein Naherholungs- und Naturschutzgebiet, auf dem auch Segelsport möglich ist. Ein heute nicht mehr weg zu denkender Standortvorteil ist die Stadtbahn, mit der das Zentrum Hannovers in 20 Minuten zu erreichen ist. Die ehemalige Bundesstraße 3, die eine Weiterentwicklung Altwarmbüchens durch hohe Verkehrsbelastung begrenzte, ist absolut verkehrsberuhigt, was auch den anderen Ortschaften Kirchhorst und Stelle heute zugute kommt. Wer über die Landstraße nach Altwarmbüchen hineinfährt, vermutet sich auf einer idyllischen Allee.
Kirchorst und Stelle und auch Neuwarmbüchen blühen seit der Verkehrsverlagerung geradezu auf. In Autobahnnähe sind expandierende Gewerbestandorte entstanden, während der Kern der Ortschaften jetzt wieder „Luft holen kann“, einziger Wermutstropfen ist der Flugverkehr. Viele junge Familien zieht es hierher, denn die bestehende Infrastruktur ermöglicht hier wie in allen anderen Ortsteilen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.