Kooperation im Sinne der Kultur

Rüdiger Helmrich (l.) vom Lions Club Isernhagen-Burgwedel und Rudolf Scharff, Vorsitzender des Isernhagenhof Kulturverein e.V. zeigen es ganz deutlich: Sie freuen sich auf eine engere Zusammenarbeit beider Vereine. (Foto: Anna Kentrath)

„Tanz in der Mai“ auch zugunsten des Isernhagenhof Kulturvereins

ISERNHAGEN (ak). Die beiden ehrenamtlichen Vereine, der Lions Club Isernhagen-Burgwedel und der Isernhagenhof Kulturverein e.V. werden künftig noch enger konstruktiv zusammenarbeiten. Den Anfang mache hierbei auch in diesem Jahr wieder die „größte Party Isernhagens“, so Rüdiger Helmrich, langjähriger Organisator des Events „Tanz in den Mai“, der in diesem Jahr mit jungen, frischen Ideen daher komme.
In einem Pressegespräch am vergangenen Mittwoch betonten Rüdiger Helmrich und Rudolf Scharff, Vorsitzender des Isernhagenhof Kulturverein e.V., die stärkere Kooperation beider Vereine. „Es geht in unseren beiden Organisationen darum in der Region für die Region etwas zu tun“, so Helmrich. Der Isernhagenhof habe „seine Finanzierung ausgerichtet auf den normalen Betrieb“, das Etablieren von Kulturhighlights in Isernhagen, erläuterte das Lions-Mitglied weiter, die Unterstützung des Lions Club Isernhagen-Burgwedel liege darin, dringend notwendige Sonderausgaben zu ermöglichen.
Auf der „Wunschliste“ von Rudolf Scharff steht die Akustik derzeit ganz oben, zum Einen, die der Bühne, zum Anderen die des Konzertflügels. Musiker auf der Bühne des Isernhagenhofes, die ohne Verstärkung spielen, hätten das Problem, sich selbst nicht hören zu können. Zwar werde das Publikum in seinem Hörgenuss nicht beeinträchtigt, doch den Musikern fehle die akustische Orientierung. Die Töne würden, so Scharff in der Decke „versacken“ und man wolle mit Hilfe eines Akustik-Segels, die Klangqualität für die Musiker verbessern, damit beispielsweise auch Kammerkonzerte im Isernhagenhof stattfinden können.
Ein weiteres Problem, so der Vorsitzende des Isernhagenhof Kulturvereins stelle der Flügel dar. Zwar sei er an sich „hervorragend“, nur müsse er dringend überarbeitet werden, da über die langen Jahre der Nutzung ein einfaches Stimmen nicht mehr ausreiche.
Die Lions und das beliebte Isernhägener Event der „Tanz in den Mai“ versuchen bei einem dieser Probleme Abhilfe zu schaffen. Als sogenannte Kontingentveranstaltung durch die Gemeinde eingestuft, zahlt der Veranstalter keinen Festbetrag als Miete für die Räumlichkeiten, sondern deckt die anfallenden Kosten, wie Strom und Reinigung ab und leistet im Anschluss eine Sachspende, die den Isernhagenhof im Betrieb unterstützt. So wurde in der Vergangenheit bereits die Feuerschutztür auf der Empore des Isernhagenhofes gespendet sowie die Pflasterung zwischen Foyer und Musikschule ermöglicht. Rudolf Scharff begeistert über diese Regelung: „Hier werden die Gelder sachbezogen eingesetzt“.
Vom Erfolg der „Tanz in den Mai“-Veranstaltung profitiert demnach auch der Isernhagenhof. Wir gehen davon aus, so Helmrich, in diesem Jahr „die Hütte wieder richtig voll zu kriegen“. Neben einer Cocktailbar warten auch Kaffeespezialitäten auf die Besucher sowie das schmackhaft herzhafte Catering der Firma Papenburg aus Otze. In den 12 Euro Eintritt sei erstmalig ein Aperitif enthalten, eine schöne Möglichkeit jeden Gast persönlich mit einem Getränk zu begrüßen.
Auf die Frage, was es sonst noch Neues in diesem Jahr gebe, antwortete Rüdiger Helmrich voller Stolz: „Wir sind jünger geworden, wir haben einen DJ statt einer Kapelle“. Auch der Show-Act zur Einstimmung des Abends zeige dies deutlich, zu Gast sei eine Hip-Hop-Gruppe der Tanzschule Bothe. Wie in jedem Jahr bietet die Tombola wieder tolle Gewinne, „Sachen, die man sich sonst einfach nicht kauft“, so Helmrich. Karten für den „Tanz in den Mai“ können ab Anfang April erworben werden, Kartenvorbestellungen können erstmalig auch per E-Mail durchgeführt werden. Mittlerweile sei die Veranstaltung nicht nur auf der Homepage www.lionsnet.de vertreten, sondern auch auf Internetplattformen wie xing oder facebook.
Neben der Unterstützung des Isernhagenhof Kulturvereins e.V. wird der Erlös aus der Veranstaltung auch wieder einem guten Zweck zugeführt, der Aktion „Fit for Job“. Hierbei gehe es darum, erläuterte Rüdiger Helmrich, dass Realschüler der Schulzentren in Großburgwedel, wie Altwarmbüchen in ihrem Abschlussjahr weitere Kompetenzen erwerben können. Tischmanieren und Höflichkeit gehören ebenso zu diesem Programm der individuellen Weiterentwicklung, wie Sozialverhalten und Teamkompetenz, Zusatzqualifikationen, die in heutigen Bewerbungsverfahren wie auch Berufsalltag unabdingbar sind.