Kleines Feuer trotz großen Gewitters

Klein und gemütlich: Das Sonnenwendfeuer der Freiwilligen Feuerwehr Stelle. (Foto: Svenja Steinseifer)

Sonnenwendfeuer in Stelle steht für Geselligkeit

STELLE (svs). Es ist klein und es ist gemütlich: Das ist der allgemeine Tenor beim Sonnenwendfeuer in Stelle zur Mittsommernacht. „Es geht uns um die Geselligkeit“, sagt Ortsbrandmeister und Organisator Wolfgang Kleber, „und darum sich gegenseitig kennen zu lernen.“ Vielleicht komme man hier mit Leuten ins Gespräch, die man vorher noch nie gesehen hat. „Hier kann ich mich endlich mal mit denen unterhalten, an denen ich sonst winkend vorbei fahre“, sagt auch Klaus Gutsch, der schon seit 20 Jahren Gast am Sonnenwendfeuer ist.
Eine Tradition, die aus gegenseitig konkurrierenden Osterfeuern entstanden ist und nichts mit Kelten oder Germanen zu tun hat. „Früher haben sowohl wir wie auch die Feuerwehr Kirchhorst ein Osterfeuer gemacht“, erinnert sich Kleber, „da kam keiner mehr.“ Kurzerhand wurde entschieden, statt des Osterfeuers eben ein Sonnenwendfeuer zu machen. Klein, aber fein. Eigen sei die Feuerwehr Stelle schon immer gewesen.
„Vor 24 Jahren wollte man uns zusammenschustern“, erinnert sich Heinz Holsten, der früher aktiv im Ortskommando der Feuerwehr tätig war, „da haben wir uns gegen gewehrt und eben unsere eigene Feuerwache gebaut.“ Er selbst habe früher die Osterfeuer mitorganisiert. Heute ist er Gast und genießt die Gemütlichkeit. Weniger gemütlich, aber dafür lustig ging es beim Tischtennisturnier zu, organisiert von der Jugendfeuerwehr. „Wir haben eine gute Resonanz bekommen“, erzählt Meike Berkelmann und fügt lachend hinzu: „Jeder muss hier mit anfassen!“
Bis auf die Besucher, die gemütlich am Feuer sitzen dürfen. Etwas mehr davon hätte sich Wolfgang Kleber für dieses Jahr gewünscht. „Ich weiß nicht ob es am heftigen Gewitter liegt oder an anderen Dingen“, sagt er. Eigentlich sei das Sonnenwendfeuer immer gut angenommen worden. Das Gewitter hat sich mittlerweile verzogen, viele der Besucher jedoch auch „Es ist einfach nett hier“, sagt eine Besucherin, die es sich unweit des Feuerkorbs gemütlich gemacht hat. Gemütlichkeit - eben darum ginge es. „Wir werden es sowieso nie aufgeben“, betont Kleber, „egal was kommt und wie das Wetter wird – wir geben es nicht auf.“ Und das Gewitter hätte sowieso nur „gigantische zwei Millimeter“ Wasser gebracht.