Kita-Kinder verabschiedeten „Gee“

Holger Grünjes (l.), Superintendent des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen, verabschiedete sich herzlich von Goitseone Segwati (r.), daneben Pastorin Susanne Jürgens und Yvonne Dorsch, Leiterin der Kindertagesstätte St. Marien. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Goitseone Segwati aus Südafrika kehrt nach einem Austauschjahr in ihren Heimatort Odi zurück

ISERNHAGEN K. B. (bgp). Berührende Szenen spielten sich beim Abschiedsgottesdienst von Goitseone Segwati in der Isernhagener St. Marien-Kirche ab.
Immer wieder wurde die 26-jährige Südafrikanerin liebevoll von ihren kleinen Schützlingen umarmt, die sie ihrerseits fest ans Herz drückte. Die junge Frau aus der Partnerkirchengemeinde Odi in Südafrika hatte ein Jahr lang in der Kindertagesstätte St. Marien mitgearbeitet. Ohne Deutschkenntnisse kam sie im März 2018 im Rahmen eines internationalen Austauschprogramms des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen nach Deutschland.
Sie lebte gemeinsam mit ihren drei Gastgeschwistern in der Familie Ediz, die sie herzlich aufgenommen hatte. Schnell hatte sich Goitseone, von allen nur „Gee“ genannt, eingelebt und Deutsch gelernt. Schweren Herzens wurde sie nach ihrem Jahr in Deutschland am Freitagmorgen vom Kita-Team mit den Kindern, ebenso von Eltern und ihrer Gastfamilie in einem Gottesdienst verabschiedet.
Viele gute Wünsche und selbst gebastelte Gaben wanderten vorne im Altarraum in einen großen Reisekoffer, den „Gee“ mit nach Hause nehmen sollte. An den persönlichen Aufmerksamkeiten zeigte sich, wie sehr die großen und kleinen Menschen die junge Frau ins Herz geschlossen hatten. Schokolade, ein Kissen mit den vier Jahreszeiten und Fingerabdrücken von allen Kindern auf der Rückseite bekam sie mit auf den Weg.
Ein gebastelter Kalender für das Jahr 2019 wird sie in ihrer Heimat durch das Jahr begleiten, auch die Eltern dankten mit einem Präsent für die schöne Zeit. Erzieherin Doris Warnecke legte ein Wörterbuch in das Gepäckstück: „Damit du nachsehen kannst, wenn du mal ein Wort vergessen hast.“ Viele selbst gemalte Bilder der Kinder und ein Kochbuch kamen in den Koffer.
Zum Ende des Gottesdienstes bildeten die Kinder eine lange Gasse in der Kirche, durch die „Gee“ mit ihrem Reisekoffer schritt. Alle winkten ihr nach mit weißen Papiertaschentüchern, die gleich darauf zum Schnäuzen benötigt wurden, weil viele mit „Gee“ schluchzten und die Abschiedstränen in Strömen flossen.