„Insektenbuffet“ in Neuwarmbüchen

Elke Freytag, Leiterin der Abteilung Umwelt und Grün und Reinhard Berkelmann, Bau- und Planungsamt, Gemeinde Isernhagen, bringen das Saatgut auf den Flächen in Neuwarmbüchen ein.

Gemeinde engagiert sich für Artenschutz - 5 neue Blühflächen in Isernhagen

VON DANA NOLL

NEUWARMBÜCHEN. Die Gemeinde Isernhagen leistet ihren Beitrag gegen das Insektensterben und für den Artenschutz. In den vergangenen Jahren wurden bereits Testflächen bepflanzt, die von Bienen, Schmetterlingen, Käfern und anderen Insektenarten gut angenommen wurden.
So wurden nun vom Baubetriebshof fünf neue Blühflächen auf insgesamt 1.000 Quadratmetern angelegt. Die Kosten für das Saatgut liegen bei etwa 2.000 Euro zuzüglich Arbeits- und Maschinenaufwand des Baubetriebshofes. Geplant ist ein rotierendes Verfahren, durch das in jedem Jahr in den verschiedenen Ortsteilen erneut Flächen für den Insektenschutz hergestellt und erneuert werden.
Diese „Insektenbuffets“, wie sie umgangssprachlich genannt werden, befinden sich in Altwarmbüchen an der K14, im Gewerbegebiet Isernhagen N.B., in Isernhagen F.B., in Kirchhorst Ortsausgang Richtung Stelle sowie in Neuwarmbüchen. Hier wurde in der vergangenen Woche frisch auf zwei Flächen - Hinter den Höfen/Schmiededamm sowie am Fahrradweg in Richtung Kirchhorst – eine Wildblumenmischung eingebracht.
Ziel ist es durch die Anlage von vielfältigen Blütenflächen, das Nahrungs- und Lebensraumangebot für Insekten auf kommunalen Flächen zu verbessern. „Wir wollen kleine Inseln schaffen“, erklärt Elke Freytag, Leiterin der Abteilung Umwelt und Grün bei der Gemeinde Isernhagen, „Denn die gesellschaftliche Entwicklung zeigt, dass der Trend in Richtung Steingärten geht.“
Wenn das Wetter mitspielt, könnte die Saat bereits in 14 Tagen keimen und Ende Juni/Anfang Juli wären die ersten Blüten sichtbar. Bis dahin werden die Anwohner gebeten, die Flächen möglichst nicht zu betreten.