Grundstein für die Krippe in Kirchhorst gelegt

Bei der Grundsteinlegung: v.l. Bürgermeister Arpad Bogya, der Erste Gemeinderat Frank Niemeier und Ortsbürgermeisterin Renate Vogelgesang. (Foto: Renate Tiffe)

Standort hinter der Alten Schule – Bezug schon am 1. Oktober

Kirchhorst (ti). Der Ratsbeschluss zum Bau der Krippe in Kirchhorst wurde bereits im Juni 2010 gefasst. Nicht ganz leicht hat es sich der Ortsrat mit dem Entwurf für das Gebäude gemacht. Kurz vor den Sommerferien war es dann aber soweit: der Grundstein konnte gelegt werden. Bereits am 1. Oktober sollen zwei Krippengruppen in den Neubau einziehen.
Eine etwa 300-Quadratmeter-große Beton-Platte war bereits fertiggestellt. Sie vermittelte einen Eindruck von der Größe des Gebäudes, mit den zwei Dachbereichen, davon einer mit einer 12-Grad-Neigung. 680.000 Euro lässt sich die Gemeinde den Neubau kosten, mit dem sie „nachhaltig ökologisch unterwegs sein“ wird, wie Bürgermeister Arpad Bogya anlässlich der Grundsteinlegung betonte. Das Gebäude wird gegen Strahlung geschützt und mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein. Beheizt wird es aus dem Netz des Nahversorgers. Das Dach soll begrünt werden. „Ein großer Aufwand für eine Krippe“. Die Ortsbürgermeisterin Dr. Renate Vogelgesang stellte einen anderen Aspekt heraus. Mit der Krippe seien in Kirchhorst alle Kinderbetreuungsformen in einem verkehrsfreien Bereich vereint „ein wunderbares Areal für Kindergarten, Schule und Hort bis hin zum Jugendzentrum“ - alle überschaubar in eigenen Gebäuden untergebracht.
In die Kupferröhre für den Grundstein hinein kam neben den üblichen Münzen und der Tageszeitung auch eine Zeichnung der Kindergarten-Kinder mit dem Leitspruch Pestalozzis: Vergleiche nie ein Kind mit einem anderen. Die Röhre wurde dann in den Grundstein unter dem künftigen Eingangsbereich des Hauses versenkt.
Konzipiert ist die Krippe für zwei Gruppen zu je 15 Kindern. Damit kommt die Gemeinde der Verpflichtung der Bundesregierung nach, bis zum Jahr 2013 Krippenplätze für mindestens 35 Prozent der Ein- bis Dreijährigen zu schaffen. Bogya hegte Zweifel, ob dies auf die Dauer ausreichen wird, wenn immer mehr Frauen berufstätig sein wollen.
Zunächst einmal ist die Betreuung der Krippenkinder eine Herausforderung für die Erzieherinnen der Kindertagesstätte, von denen sich zwei durch Zusatzausbildungen auf die neue Aufgabe vorbereiten. „Wir sind darauf eingestellt“, sagte Ulrike Ahrens, die Leiterin. 20 Anmeldungen liegen bereits vor. Es werden Kinder aus ganz Isernhagen aufgenommen.