Feuerwehren üben nur noch gemeinsam

Die Gruppenführer der neuen Feuerwehr: Sven Gotthard (von links), Maurice Fahsmann, Klaus Schmidt und Sönke Seisselberg (es fehlt Timo Berkelmann). (Foto: Thorsten Kath)

Wichtigster Schritt zum Zusammenschluss der Ortswehren Kirchhorst und Stelle

Kirchhorst (r/bs). Am 30. November vergangenen Jahres einigten sich die Freiwilligen Feuerwehren Kirchhorst und Stelle auf einenZusammenschluss der Ortsfeuerwehren.
Die zuvor von beiden Feuerwehren durchgeführtenAktivenversammlungen hatten der Steller Ortsbrandmeisterin Sandra Busche, ihrem Stellvertreter
Reinhard Berkelmann und den Kirchhorster Pendants Arne Zilling und Jörg Czechan eine sehr breite
Zustimmung der Kirchhorster Brandschützer zur Feuerwehrfusion signalisiert.
"Unsere Feuerwehren werden schon seit Jahren gemeinsam zu Einsätzen alarmiert. DerZusammenschluss ist die logische Konsequenz", erklärt Sandra Busche. Ihr Kirchhorster Kollege Arne Zilling bestätigt diese
Sicht: "Zwei Feuerwehren in einem Dorf - und das bei sinkenden Mitgliederzahlen in beiden
Feuerwehren. Das macht keinen Sinn mehr. Unsere Feuerwehrfrauen und -männer waren daher
schnell überzeugt von den Argumenten für eine Fusion."

In den vergangenen Wochen hatten nun die Gruppenführer beider Ortsfeuerwehren die Aufgabe, dieBeschlüsse der Einsatzkräfte in ein gemeinsames Übungsdienstkonzept umzusetzen.  „Alle
Kameraden kennen sich aus der Freizeit und gemeinsamen Einsätzen", erläutert Einheitsführer
Maurice Fahsmann die Überlegungen der Gruppenführer. „Aber um eine echte Einheit zu entwickeln,
die im Einsatz unerlässlich ist, brauchen wir gemeinsame Übungen."
Sönke Seisselberg ergänzt:„Natürlich müssen die Einsatzkräfte auch die Fahrzeuge und das Gerät der anderen Feuerwehr sicher
zu beherrschen lernen." Während die Feuerwehr Kirchhorst über ein Tanklöschfahrzeug verfügt,
haben die Steller Feuerwehrleute in der Gemeinde die zusätzliche Fähigkeit zum Betreiben eines
Dekontaminationsplatzes.
Alle Feuerwehrleute werden also viel Neues lernen dürfen.Und genau hier setzten die Überlegungen der Gruppenführer an. In den neuen Dienstgruppen, die ab
sofort im 14-tägigen Rhythmus üben werden, finden sich die Kirchhorster als auch Steller
Einsatzkräfte wieder.
„Das ist eine bunte Mischung aus beiden Feuerwehren, alt und jung, Frauen undMänner", fasst Sven Gotthard zusammen, der ebenfalls am Konzept mitgearbeitet hat. Sowohl am
Steller, als auch am Kirchhorster Feuerwehrhaus wird die gemeinsame Feuerwehr zukünftig üben und
ihre Mitglieder auf einen einheitlichen Ausbildungsstand bringen. Am Donnerstag vergangener Woche stellten die
Gruppenführer den Einsatzkräften das Übungsdienstkonzept vor.
Der vierzehntägige Rhythmus sowiedie Besonderheit, einmal pro Monat eine große Einsatzübung mit allen Feuerwehrleuten zu
organisieren, stießen auf breite Zustimmung bei den anwesenden Einsatzkräften. "Auf den großen
Einsatzübungen wollen wir das vorher Erlernte im gesamten Team festigen. So stellen wir sicher, dass
es im Einsatzfall auch verlässlich abgerufen werden kann", betont Timo Berkelmann.
"Das neue Konzept wird uns dabei helfen, schnell zu einer Feuerwehr zusammenzuwachsen", ist sich Kirchhorsts Ortsbrandmeister Arne Zilling sicher. „Wir wollen alte Zöpfe abschneiden und einenneuen, gemeinsamen Weg gehen. Dabei werden wir viel Wert auf unsere Gemeinschaft und
Teambuilding legen." Bester Ausdruck dessen ist, dass die Brandschützer nicht mehr an den alten
Wochentagen üben. Der Übungsdienst findet nun am Donnerstag statt.
Ein Wunsch ist dabei allenBrandschützern gemeinsam: Die aktive Unterstützung für die Feuerwehr muss sich verbessern. Alle
Kirchhorsterinnen und Kirchhorster zwischen 16 und 60 Jahren sind herzlich aufgefordert, "ihre" neue
Feuerwehr zu unterstützen. Kontaktadressen und der Dienstplan sind unter www.feuerwehrkirchhorst.
de zu finden.