Eine kleine Wassermusik zur Eröffnung des „Juwels“

Musikstücke zum Thema Wasser präsentierte die Musikschule Isernhagen & Burgwedel zur Eröffnung des neugestalteten Nordufers. (Foto: Svenja Steinseifer)
 
Christine Früh, Arpad Bogya und Angelika Walther sind stolz auf das, was mit dem Wietzepark in der Region entstanden ist. (Foto: Svenja Steinseifer)

Offizielle Einweihung des Norduferbereiches des Hufeisensees

ISERNHAGEN (svs). Mit „Moonriver“ und der einer kleinen Wassermusik von Georg-Friedrich Händel brachte die Musikschule Isernhagen das Thema auf den Punkt: Wasser – am Nordufer des Hufeisensees nicht zum Schwimmen, sondern einfach zum Genießen geplant und umgesetzt. „Jetzt hoffe ich, dass dieses Gebiet auch als Naherholungsgebiet akzeptiert und angenommen wird“, sagt Arpad Bogya.
Eine „Muße-Ecke“, ein naturnahes Erholungsgebiet und nicht länger einen „Trampelverbindungsweg“ finden Spaziergänger nun am Nordufer des Hufeisensees im Wietzepark vor. Mit Champagner und Musik fügte sich mit der offiziellen Eröffnung des Nordufers das „fast“ letzte Puzzlestück in die Kulturlandschaft Wietzepark ein. Ein Puzzle, das für jeden etwas zu bieten hat. „Es kann kaum eine bessere Form von Kulturlandschaft geben, die auf so vielfältige Weise genutzt werden kann“, sagt Arpad Bogya, Bürgermeister der Gemeinde Isernhagen.
Speziell am Nordufer werden Actionhungrige und Wasserratten allerdings nicht auf ihre Kosten kommen, denn auf weitere Badebuchten und Strandflächen verzichteten die Planer ganz bewusst. Den Blick genießen, zur Ruhe kommen, die Natur akzeptieren und sich in ihr erholen – darauf kommt es der freischaffenden Landschaftsarchitektin Christine Früh an. „Wir haben die Substanz hier ganz sensibel angefasst und weitere Bäume und Pflanzen angepflanzt“, sagt Früh.
Insgesamt 118.000 Euro kostete die Umsetzung des Naherholungsgebietes Nordufer mit etwa 60 Hektar Land. Entstanden ist für Angelika Walther, stellvertretende Regionspräsidentin der Region Hannover, ein „Juwel“. „Der Wietzepark ist ein Beispiel für eine hervorragende Art und Weise, Ideen zu entwickeln und auch umzusetzen“, sagt Walther. Gastronomie, Badespaß, Fahrradwege und Action vereint in einem Landschaftspark.
„Auf der einen Seite tobt das Leben“, sagt Walther, und hier am Nordufer ist eine Muße-Ecke entstanden.“ Mit lauschigen Plätzen, Stationen aus Gambionen – bepflanzte und mit Steinen gefüllte Körbe, Bänken, mit schönen Ausblicken auf den Hufeisensee. Und auf das letzte, fehlende Puzzlestück – am an der „Nase“ entstehenden Hochseilgarten von der Firma „PirateRock“ wird derzeit noch fleißig geschraubt. Mit einem Piratenschiff zum Klettern erhält der Wietzepark zusätzlich noch einen Hauch von Abenteuer.
Für Angelika Meissner-Mähl vom Umweltschutzverein Isernhagen bleibt eben diese „Nase“ ein Wermutstropfen im Projekt Wietzepark. „Durch den Kiesabbau ist die Halbinsel deutlich kleiner geworden“, sagt Meissner-Mähl, „das ist schade.“ Seit Ende der 90er existiert die Idee, die Wietzeniederungen in einen Landschaftspark zu verwandeln. Von Anfang an mit verfolgt hat Klaus-Dieter Mukrasch, ehemaliger Bürgermeister, die Verwandlungen rund um die Wietze.
„Was ich hier sehe, gefällt mir“, sagt Mukrasch, „der Wietzepark ist für die Gemeinde Isernhagen ein deutlicher Gewinn!“ Und damit er das auch bleibt, hoffen Arpad Bogya und Angelika Walther, dass das Naherholungsgebiet Nordufer von den „richtigen Leuten“ und nicht von Randalierern und Feierwütigen angenommen wird. „Das Nordufer ist dafür da, sich an der Natur zu erfreuen“, betont Bogya. Schließlich soll das „Juwel“ in der Region Hannover noch lange funkeln.