Der Schulhof des Schulzentrums als Freizeitpark?

Derzeit noch eine Baustelle. Zu Beginn des neuen Schuljahres wird die Mensa durch eine Terrasse erweitert. (Foto: Renate Tiffe)

100.000 Euro investiert die Gemeinde in die Außenanlagen des Schulzentrums

Altwarmbüchen (ti). Wenn nach den Sommerferien die Schülerinnen und Schüler ins Schulzentrum in Altwarmbüchen zurückkehren, werden sie einigermaßen erstaunt sein, über das, was sich im Außenbereich alles verändert hat. Etwa 100.000 Euro investiert die Gemeinde, um die  Außenanlagen auf den neuesten Stand zu bringen, 50.000 davon allein in den Platz vor der Mensa. Der neu gestaltete Schulhof als Freizeitpark?
Der Gedanke könnte nahe liegen bei Betrachtung der einzelnen Felder, die sich zur Zeit allerdings noch als Baustellen präsentieren. Rechts vom Mensabereich wird an einer Asphaltfläche gearbeitet, die als Basketballplatz und Soccerspielfeld vorgesehen ist. Auf der linken Seite, etwas weiter entfernt ist ein so genannter Vogelnestbaum zu entdecken, ein großes, neues Spiel- und Klettergerät für die Jüngsten, die Schüler der fünften Klassen. Versetzt für den Bau der Realschule wurde die sandgefüllte Beachvolleyball-Anlage. Auf der Grünfläche weiter links sind Hängematten installiert. „Just for fun“ steht drauf. Schüler müsste man heute sein, mag mancher Erwachsene bei diesem Anblick denken. Aber es gibt noch vieles andere, was neu hinzukommt: Tischtennisplatten, Tische und Bänke und „Action-Bänke“, keine normalen Sitzbänke mehr.
Dazu kommen die großflächigen Pflasterregulierungen. Der zweite Bauabschnitt des Schulzentrums war im Jahr 1979 abgeschlossen worden. „Das Gelände ist in die Jahre gekommen und muss nun saniert werden“, erläuterte Thomas Kiesewetter vom Gebäudeservice der Gemeindeverwaltung.
Eine separate Maßnahme, die allein 50.000 Euro kostet, stellt die Gestaltung der Anlage vor der Mensa dar. Zu erkennen ist bereits die Palisadeneinfassung entlang der Mensa und die  halbkreisförmige Terrassenfläche, auf der zur Zeit die runden Tisch-Bank-Gruppen einzementiert werden, sechs an der Zahl, mit jeweils sechs bis acht Sitzplätzen. Bereits beim Bau der Mensa mit angelegt war die Betonfläche zur Anlieferung für die Küche. Zum Teil erhalten bleibt der alte Baumbestand, ein neuer Laubbaum wird als Schattenspender hinzukommen. Vorn sollen Bodendecker und halbhohe Sträucher angepflanzt werden. Architekt Rainer Buchholz erklärt den Plan, der etwas von der Attraktivität des Platzes vor der Mensa ahnen lässt, auf der im Sommer auch gegessen werden kann.
Die Mensa wird von den Schülern von Realschule und Gymnasium gemeinsam genutzt. Der Bau der Terrasse war von Anfang an mit vorgesehen, konnte aber erst jetzt in den Sommerferien durchgeführt werden, ein Jahr nach der Inbetriebnahme der Realschule. Dass der Platz auf diese Weise gestaltet wurde, liegt daran, dass eine gewisse Größe bei der Schulhoffläche für die 1100 Schülerinnen und Schüler nicht unterschritten werden darf. „Wir konnten nicht unendlich in die Fläche bauen“, meint der Erste Gemeinderat Frank Niemeier. Auffallend ist, dass es am Gymnasium und dem neuen Schulgebäude keine Graffiti und sonstige „Malereien“ mehr gibt. Keine Angst mehr vor Vandalismus auch an der aufwändigen Ausstattung des Schulhofes? „Den Schülern ist klar gemacht worden, dass sie für ihre Schule verantwortlich sind“, sagt Niemeier und verwahrt sich energisch, als von den  ehemals ebenfalls im Schulzentrum unterrichteten Hauptschülern die Rede ist. Die  neue Hauptschule an der Jacobistraße sei in gleich gutem Zustand.