Der Grundstein ist gelegt

Alles bereit für die Grundsteinlegung: Maik Hansen (v. l.), Christina Bielefeld und Arpad Bogya befüllen die Metallkapsel mit aktuellen Unterlagen und Münzgeld. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Arbeit am Schulcampus Isernhagen geht schnell voran - Im Sommer soll der Rohbau fertig sein

ALTWARMBÜCHEN (bgp). Am Montagnachmittag erfolgte die Grundsteinlegung zum derzeit größten Bauprojekt in der Gemeinde: Bürgermeister Arpad Bogya, Bau- und Schulleitung sowie zahlreiche Gäste hatten sich im zukünftigen Eingangsbereich des Schulcampus Isernhagen zu dem symbolträchtigen Akt getroffen.
Noch ist dort eine glatte Betonfläche, die schon bald mit dem Rohbau überspannt sein wird. Die Bedeutung der Position im Eingangsbereich hob Bogya deutlich hervor: „Jeder, der ihn betritt, wird über den Grundstein gehen“. Christina Bielefeld, Schulleiterin des Gymnasiums Isernhagen betrachtete den Festakt als „wichtige Tradition mit Aussagekraft, wenn man bedenkt, für wie viele Menschen dieses Gebäude relevant und richtungsweisend sein wird“.
Der Schulleiter der benachbarten IGS Isernhagen zollte dem zügigen Baufortschritt Respekt und merkte humorvoll an: „Wir haben hier eine gute Möglichkeit der Bauaufsicht“. Trotz der räumlichen Nähe gebe es keine merklichen Beeinträchtigungen im Schulalltag: „Ich wusste gar nicht, dass man so leise bauen kann“, lobte Könecke.
Ganz der alten Tradition folgend, legte Bereichsleiter Henning Thies vom Generalunternehmen Züblin AG einen Satz Euro- und Cent-Münzen in die vorbereitete Metallkapsel und legte nach: „Früher nahm man häufig Menschen- oder Tieropfer, die Glück bringen sollten. Wir haben uns für aktuelle Dokumente entschieden“.
Die Ausgabe der Tageszeitung und Baupläne wurden noch um das Jahrbuch des Gymnasiums ergänzt und wanderten in den Behälter. Einige Male mussten Henning Thies und Kollege Maik Hansen die Dokumente aufrollen, bis alles in die Kapsel hinein und der Deckel oben drauf passte. Außen wurde das Gemeindewappen aufgeklebt und die Röhre in die vorbereitete Bodenöffnung hineingelegt.
Ein kleiner Wink von Marcus Goetzke (Züblin AG) genügte und schon schwenkte der Kran sanft einen Betonbehälter mit Schlauch darüber. Zu dritt zogen die beiden Schulleiter und der Bürgermeister an der Kette, bis die Kapsel unter dem flüssigen Beton verschwunden war. Damit war der Akt der Grundsteinlegung auch schon vorbei, denn er fiel in einen kurzen sonnigen Abschnitt zwischen zwei Regenschauern an diesem Nachmittag.
Dieses Jahr im August soll der Rohbau für den dreigeschossigen Komplex, der als Erweiterung der beiden Schulen dient, fertig sein. Außerdem werden darin der Mensabereich, Räume für die Jugendpflege und die große Vierfeld-Sporthalle mit Tribünenbereich untergebracht. Die Fertigstellung des gesamten Komplexes und dessen Übergabe an die Gemeinde ist für Juli 2020 vorgesehen. Das sei durchaus realistisch, da alle Baugenehmigungen der Region vorlägen, so der Projektleiter Florian Petersen (Züblin AG).
Wer sich für den Fortschritt des 25 Millionen Euro Projekts interessiert, muss nicht unbedingt auf die Baustelle am Helleweg fahren. Vom häuslichen Computer aus kann dieser auf der Webseite der Gemeinde Isernhagen über die Bilder der installierten Baustellenkamera verfolgt werden (www.isernhagen.de).