Bürgerstiftung Isernhagen verleiht zwei Stipendien

Der Vorsitzende der Bürgerstiftung übergab die Urkunden über die Stipendien an Kathrin Jobczick und den Vater der zweiten Stipendiatin, Armin Braun. (Foto: Renate Tiffe)

Bürgerschaftliches Engagement als wichtige Bedingung

ALTWARMBÜCHEN (ti). Zum zweiten Mal verlieh die Bürgerstiftung Isernhagen Stipendien aus dem Bodo-Herwig-Fonds. Je 1.000 Euro erhielten zwei junge Isernhagenerinnen, die neben ihrer Schul- bzw. Hochschulausbildung mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement eine wichtige Voraussetzung für das Stipendium erfüllen.
Bodo Herwig hatte im Jahre 2007 sein Erbe der Stiftung überlassen, mit der Bedingung, es zur Förderung der Bildung der Jugend einzusetzen – eine Initiative, welche die Bürgerstiftung Isernhagen gern als Vorbild sieht, für Menschen, die keine Erben haben.
Bereits im vergangenen Jahr waren zwei junge Frauen ausgezeichnet worden, von denen eine, Danine Sanchez Blanko, ihr Studium erfolgreich abgeschlossen hat und unter den zahlreichen Gästen aus Vereinen und Verbänden weilte, die sich in der Agora des Schulzentrums eingefunden hatten.
Aus der Hand des Vorsitzenden, Michael Koch, erhielten auch in diesem Jahr wieder zwei junge Frauen die Auszeichnung. Kathrin Jobczyk, die 2009 ihr Abitur am Gymnasium in Altwarmbüchen erwarb, hatte sich als Schülerin in der Sri-Lanka-AG des Gymnasiums engagiert und zählte zu den Gründungsmitgliedern des Vereins Sri-Lanka-AG Isernhagen.
Seit einigen Monaten gehört sie auch dem Vorstand des Vereins „Internationale Begegnungen Isernhagen“ an. Die 22-Jährige studiert im 5. Semester Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Hannover. Für ein Praktikum in Babelsberg muss sie ihre freie Mitarbeit beim NDR Hannover vorübergehend aufgeben, kann also die finanzielle Förderung der Stiftung gut gebrauchen.
Nicht selbst anwesend war die zweite Stipendiatin Johanna Braun. 1996 geboren, besucht sie seit 2006 das Gymnasium Isernhagen und befindet sich zur Zeit für ein Auslandsjahr in Kanada. Ehrenamtlich engagierte sie sich bereits beim Training der Handballball-Kinder und in der Zirkus-AG des Gymnasiums.
Die Älteste von sieben Kindern hat sich um das Stipendium beworben, um ihre musikalische Ausbildung weiter finanzieren zu können. Johanna Braun strebt einen Beruf in der Musiktherapie an. Die Urkunde nahm ihr Vater, Professor Armin Braun, entgegen.
Auch in diesem Jahr hatten sich nur junge Frauen um das Stipendium beworben. Auffällig ist auch, dass es sich ausschließlich um Gymnasiastinnen und Studentinnen handelt. Michael Koch möchte ausdrücklich auch Schülerinnen und Schüler der anderen weiterführenden Schulen wie auch Auszubildende dazu ermutigen, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. Auch im nächsten Jahr sollen wieder Stipendien vergeben werden.