Bürgerstiftung Isernhagen vergibt Stipendien aus dem Bodo-Herwig-Fonds

Der Vorstandvorsitzende der Isernhagener Bürgerstiftung Michael Koch mit den frischgebackenen Stipendiatinnen Danine Sanchez Blanco (links) und Sarah Kristin Frauendorf (rechts). (Foto: Renate Tiffe)

Von Renate Tiffe

ALTWARMBÜCHEN (ti). Unmittelbar vor ihrer internen Jahreshauptversammlung hatte die Bürgerstiftung Isernhagen zu einem feierlichen Akt im Rathaus eingeladen. Zum ersten Mal wurden aus dem Bodo-Herwig-Fonds Stipendien an zwei Isernhagener Studentinnen verliehen.
Bodo Herwig war Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Handwerkstages und hat der Bürgerstiftung nach seinem Tod 2007 die Summe von 100.000 Euro als Stiftung zur freien Verfügung hinterlassen. Um in seinem Sinne zu handeln, wurde eine Zweckbindung für die Erträge festgelegt.
Das jährlich zur Verfügung stehende Geld soll jungen Menschen in form von Stipendien in der Ausbildung zugute kommen, wenn sie sich bislang schon in besonderer Weise ehrenamtlich für die Allgemeinheit engagiert haben. Im Höchstfall beträgt die Förderung 1.000 Euro.
Die Entscheidung über die Vergabe eines Stipendiums trifft der Vorstand oder ein von ihm beauftragter Ausschuss binnen vier Wochen nach Eingang des Bewerbungsschreibens. Die Bewerbungsfrist war am 31. Dezember ausgelaufen. Über die Verwendung des Geldes ist ein Bericht vorzulegen.
Zwei junge Frauen wurden diesmal als förderungswürdig anerkannt. Die Laudatio auf jede von ihnen hielt der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Michael Koch, der auch die Urkunden übergab.
Ein namhafter Befürworter von Sarah Kristin Frauendorf war Manfred Möller, Lehrer am Altwarmbüchener Gymnasium und selbst nicht nur Initiator der Sri Lanka AG sondern auch Inhaber vieler anderer Ehrenämter. Er hatte die 20-Jährige vorgeschlagen, die 2010 ihr Abitur mit der Durchschnittsnote 1,9 bestanden hatte, auf vielfache Weise in der Arbeitsgemeinschaft mitgewirkt, aber auch Weiterbildungsmöglichkeiten im In- und Ausland genutzt und an Wettbewerben teilgenommen hat. Sie war darüber hinaus durch eine ausgeprägte Hilfsbereitschaft aufgefallen.
Jetzt studiert die junge Isernhagenerin Biologie in Göttingen mit dem Ziel, in die Forschung zu gehen. Sie findet es positiv, mit der Entwicklung von Medikamenten oder auf anderen Gebieten den Menschen zu helfen.
Ebenfalls von großer Hilfsbereitschaft beseelt ist Danine Sanchez Blanco, 23 Jahre jung, die nach dem erweiterten Realschulabschluss 2005 die Ausbildung zur Sozialassistentin und darauf zur Erzieherin wählte. Mit der Abschlussnote von 1,8 konnte sie ein Studium im Studiengang „Soziale Arbeit“ in Hildesheim aufnehmen, nachdem sie mehrere Praktika in sozialen Einrichtungen, vor allem auch mit behinderten und schwer erziehbaren Kindern absolviert hatte.
Ein Auslandssemester in der Türkei sollte ihre Kompetenz im Umgang mit Migranten stärken. Danine Sanchez Blanco muss das Geld für ihr Studium selbst verdienen und ist deshalb für die Förderung besonders dankbar.