Belastung der Lehrer erklärt

Sandra Heidrich gab beim SPD-Stammtisch Informationen zum KGS-Lehrbetrieb. (Foto: SPD Sehnde)

KGS-Leiterin sprach beim SPD-Bürgerstammtisch

SEHNDE (r/gg). Die niedersächsische Bildungspolitik und die Herausforderungen für die KGS Sehnde war Thema des SPD-Bürgerstammtisches im Restaurant La Villetta. Als Referentin hatte Versammlungsleiter Ralf Neumann KGS-Leiterin Sandra Heidrich gewinnen können. Sie berichtete über eine derzeit recht gute Lehrerversorgung und führte weiter aus, dass Lehrerversorgung nicht gleichzusetzen sei mit einer angemessenen Unterrichtsversorgung. Einige Fächer könnten nicht ausschließlich von Fachlehrkräften abgedeckt werden.
Die zunehmend heterogene Zusammensetzung der Klassen, die sich zum Beispiel durch die Aufnahme von Schülern mit verschiedenem Förderbedar oder von Schülern aus Sprachlernklassen ergibt, wurde veranschaulicht. Die differenzierende Arbeit im Unterricht führe unter anderem auch dazu, dass eine Klassenarbeit in mehreren Versionen angefertigt werden müsse. Beispielsweise ist für den Schüler mit Förderbedarf Lernen eine andere Version erforderlich als für den Schüler mit Lese- und Rechtschreibschwäche, sodass im Extremfall bis zu sechs Versionen derselben Arbeit vorbereitet werden müssen.
Großen Respekt zollten die Teilnehmer den Ausführungen von Sandra Heidrich zum Thema Bildungserfolg. Auch wenn es wünschenswert sei, dass jeder einen möglichst guten Schulabschluss erreiche, sei es nicht jedem gegeben die Schule mit einem Abitur zu verlassen. Die KGS arbeite nicht defizitorientiert, sondern mit dem Ziel die Stärken jedes einzelnen Schülers zu erkennen und zu fördern und verschiedenste Angebote auch im Bereich der Berufsorientierung zu machen.
Roland Krumlin, Sehnder SPD, wollte wissen, wie Lehrer auf solche Herausforderungen insbesondere im Bereich Inklusion vorbereitet werden. Das alles könne ja nicht im Studium vermittelt werden. Sandra Heidrich verwies an dieser Stelle zum einen auf die Fortbildungsmittel des Landes. Das wichtigste sei jedoch die Kommunikation innerhalb der Schule und eine gute Vernetzung mit anderen Bildungsträgern und den Förderschullehrern.
Die Zusammenarbeit mit den Sorgeberechtigten war ein weiteres Thema. Sandra Heidrich lobte das Engagement der Eltern, führte aber auch aus, dass die Elternarbeit komplexer und insgesamt schon schwieriger geworden ist.