Baumschutzsatzung gefordert

Grüne fordern erneut die Erhaltung ortsbildprägender Bäume

ISERNHAGEN (r/bs). Auf der vergangenen Sitzung des Ortsrates in Isernhagen H.B. wurde das Thema „Baumschutzsatzung“ zuletzt öffentlich diskutiert. Anlass gleich mehrerer kritischer Nachfragen an die Politik waren alte Eichen in der Branderiede, die einer Neubebauung weichen müssen. Aber auch in den anderen Ortschaften der Gemeinde ziehen Baumfällungen immer wieder den Unmut der Bürger nach sich.
Der Vertreter der Grünen im Ortsrat, Felix Schünemann, hatte in der Sitzung darauf verwiesen, dass ein besserer Schutz der Bäume nicht an seiner Partei scheitern würde. Entsprechende Vorstöße der Grünen, eine Baumschutzsatzung für Isernhagen zu erlassen, seien jedoch in der Vergangenheit immer wieder erfolglos gewesen.
„Unsere Vorschläge wurden von den Mehrheitsfraktionen leider regelmäßig abgelehnt“, hatte Schünemann im Ortsrat Anfang November betont und zugleich versprochen, das Thema mit seiner Partei erneut aufzugreifen. Entsprechend haben die Grünen den Baumschutz nun mit einem Antrag, der in der Ratssitzung am 13. Dezember erstmalig behandelt werden soll, auf die politische Agenda der Gemeinde zurückgeholt.
Nach Vorstellung der Antragsteller sollen alle Laubbäume ab einem gewissen Stammumfang unter Schutz gestellt werden und dürften ohne Genehmigung weder gefällt noch beschnitten werden. Dabei ginge es jedoch nicht um ein generelles Verbot von Baumfällungen, sondern um eine vorgeschaltete Bewertung und Abwägung, um auch das öffentliche Interesse bei einer Entscheidung ausreichend zu würdigen.
„Das Bewusstsein der Gesellschaft für den Wert einer intakten Umwelt ist in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen“, so der Grünen-Vorsitzende Schünemann. „Wir sind deshalb optimistisch, mit unserem Anliegen dieses Mal auf Unterstützung bei den Vertretern der anderen Parteien zu stoßen.“
Auch die aktuelle Diskussion um die Wohnqualität in der Gemeinde macht den Grünen Hoffnung: „Wir sprechen zurecht über den Erhalt von historischen Bauten und die Gestaltung neuer Gebäude im Gemeindegebiet, um Ortsbild und ländlichen Charakter zu bewahren. Und für uns gehören eben auch die alten Bäume zur Gemeinde.“