Aus dem Schlamm befreit

Die Rettungssanitäter stehen schon bereit, während die Feuerwehrleute den Mann aus dem schlammigen Bachlauf unter der A7 retten. (Foto: Feuerwehr Isernhagen)

Feuerwehren retten 79-jährigen Wanderer

Isernhagen (r/fh). Ein ungewöhnlicher Einsatz mit glücklichem Ausgang: Die Feuerwehren aus Altwarmbüchen, Kirchhorst und Stelle haben am Dienstagmorgen, 22. September, einen 79-Jährigen befreit, der die ganze Nacht über im Schlamm festgesteckt hatte. Er hatte am Montagabend eine Wanderung nördlich des Gewerbegebietes Kirchhorst unternommen und wollte den niedrigen Bachlauf von Edder und Flöth nutzen, um die A7 zu unterqueren. Dabei sank er jedoch bis zur Hüfte in den Schlamm ein und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien.
Nach seiner Rettung wurde der Mann mit dem Krankenwagen in eine Klinik gebracht. Er war unterkühlt und musste zunächst auf die Intensivstation. „Sein Zustand ist aber stabil und es besteht keine Lebensgefahr“, sagt Bernd Klapproth vom Polizeikommissariat Großburgwedel.
Am Dienstagmorgen wurde der 79-Jährige vermisst gemeldet und ein Bekannter des Mannes konnte der Polizei die geplante Wanderroute beschreiben. Bei ihrer Suche entdeckten die Beamten den Vermissten im Bachlauf, konnten ihn wegen des schlammigen Untergrunds jedoch nicht herausziehen. Deshalb wurden gegen 9.30 Uhr die Feuerwehren hinzugerufen.
Nachdem sie mit Hilfe von Steckleitern und Holzbohlen einen stabilen, begehbaren Untergrund gebaut hatten, gruben sie den Mann frei, zogen ihn heraus und konnten ihn über eine Schleifkorbtrage aus seiner misslichen Lage retten. Nach rund zwei Stunden rückten die Feuerwehren wieder ab, mussten die Einsatzmittel danach aber noch ausgiebig vom Schlamm reinigen.