TSG will „weiße Weste“ in Heimspielen behalten

Gegen den kraftvollen Durchbruch von Robertas Pauzuolis haben die Gegenspieler selten eine Abwehrmöglichkeit. (Foto: Holger Staab)

Gegner VfL Hameln hat viel an Leistungsstärke eingebüßt

BURGWEDEL (hs). Die Turnerschaft Großburgwedel marschiert weiter in gerader Linie in Richtung Niedersachsenmeisterschaft. Die Verfolger in der Oberliga können den Spitzenreiter scheinbar nicht aufhalten oder den Abstand zur TSG verkürzen. Die Spieler im Team um Trainer Heidmar Felixson sind schon eine Klasse für sich und nur noch HSG Northeim kann als ernsthafter Konkurrent angesehen werden. Allerdings sind auch noch elf Partien in der Oberligasaison 2010/2011 zu absolvieren und eine Schwächephase kann sich der Topfavorit nicht leisten.
Am Sonnabend, 26. Februar, ab 19 Uhr gastiert der VfL Hameln bei der TS Großburgwedel. Vor der Saison hätten die Handballexperten diese Begegnung als Spitzenpartie angesehen. Die Hamelner wurden als spielstark eingeschätzt, hatten sie doch in der vergangenen Serie den Aufstieg in die dritte Liga als Tabellenzweiter hinter dem Lehrter SV nur knapp verpasst. In dieser Saison sind sie aber nicht gut in die Spielzeit gestartet und stehen mittlerweile auch nur auf dem 5. Tabellenplatz mit neun Minuspunkten Rückstand auf die Burgwedeler.
Das soll für die Turnerschaft aber nicht heißen, dass sie den Gegner unterschätzen. Mit Jannis Pille haben die Gäste einen wurfstarken Rückraumspieler im Kader, der der TSG-Defensive einige Arbeit bereiten könnte. Auch Kreisläufer Heiko Heemann und Spielmacher Torben Höltje dürfen nicht ohne Bewachung bleiben. Sie sind torgefährlich und körperlich stark, sodass Robertas Pauzuolis und Co jederzeit aufmerksam sein sollten. Mit Abstrichen sind aus dem rechten Rückraum noch Björn Schubert und Linksaußen Sven Hylmar zu beachten, allerdings ist die zweite Garnitur des VfL für die Oberliga eher weniger geeignet. Deshalb sollte Gastgeber Burgwedel auch von Beginn an Herr im Haus sein und in eigener Halle schnell die Führung übernehmen. Immerhin steht die positive Heimbilanz auf dem Spiel, denn bisher wurden in eigener Halle ausnahmslos Erfolge gefeiert. Mit einem Sieg würde die Spitzenposition weiter erhalten bleiben und die Verfolger müssten sich schon etwas Besonderes einfallen lassen, um den Primus der Liga aufzuhalten.
Daran denkt Coach Felixson aber noch nicht, denn die Saison ist lang und nur ohne schwerwiegende Verletzungen der Stammspieler und mit weiterhin konzentriertem Spiel kann die Meisterschaft letztlich gefeiert werden. Deshalb ist auch der hart erarbeitete Vorsprung durchaus positiv und soll nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Erst wenn der Aufstieg in die 3. Liga auch wirklich geschafft ist, kann sein Team die Zügel etwas schleifen lassen und den Erfolg genießen. Wer Felixson kennt, der wird wissen, dass er meint was er sagt und sein Team zur Zielerreichung auf jedes Spiel intensiv vorbereiten wird. Auch der VfL Hameln, bei dem die TSG sich zudem noch für die 29:35-Hinspielniederlage revanchieren möchte, wird das zu spüren bekommen und so dürfte ein weiterer doppelter Punktgewinn in den Händen der TSG verbleiben.