SV Fuhrberg verspielt am letzten Spieltag Aufstiegschance

Der Führungstreffer für den SV Fuhrberg durch Stephan Uttner in der 13. Spielminute infolge eines ab gefälschten Freistoßes. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
1.Aus der Traum von der Kreisliga: Der Elfmeter von Julian Otte machte sämtliche Aufstiegsträume der Fuhrberger zunichte. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Aligse und Otze spielen zukünftig in der Kreisliga

FUHRBERG (hhs). In der 1. Kreisklasse 1 ging es am Sonntag, dem letzten Spieltag dieser Saison für drei Mannschaften um den Aufstieg in die Kreisliga: Tabellenführer war der SV Fuhrberg, dem seit einigen Wochen gewissermaßen ein Nimbus vorauseilte. Achtmal in Folge war das Team von Trainer Uwe Wolff zuletzt als Sieger vom Platz gegangen. Es musste unbedingt ein Sieg eingefahren werden gegen den TSV Dollbergen, der zwar selbst nichts mit den Aufstiegsplätzen zu tun hatte, aber in der Liga als hoch motiviert und unangenehmer Gegner gilt. In Fuhrberg war klar, ein Unentschieden würde nicht reichen, denn die Verfolger Hertha Otze und SF Aligse lagen jeder nur zwei Punkte hinter den Fuhrbergern und hatten mit dem TSV Isernhagen und dem FC Lehrte II „zu allem Elend der Fuhrberger“ jeweils lösbare Aufgaben vor sich ...

Was die etwa 100 Besucher vom Spielfeldrand und der Clubhausterrasse dann aber als Aufstiegsfußball geboten bekamen, war wirklich nicht anders als Nullnummer zu bezeichnen. Dollbergen begann mit einer Härte, die man keinesfalls sportlich begründen kann. In den ersten fünf Minuten gab es Fouls reihenweise, zweimal mit beiden Beinen in den Gegner, zweimal Beinschere, ohne den Ball gespielt zu haben. Der Schiedsrichter, offensichtlich bemüht, Ruhe in das Spiel zu bringen, verteilte Ermahnungen reihenweise. Hier hätte eine der farbigen Karten konsequent gezogen für etwas mehr Spielkultur gesorgt.
Der SV Fuhrberg zog sich angesichts des frühen Gemetzels an seinen Stürmern zunächst zurück in die eigene Hälfte. Hier wirkte es sich fatal aus, dass die Spieler um Trainer Uwe Wolff nun in der eigenen Hälfte auch eine etwas härtere Gangart praktizierten, was zu vielen Freistößen für den Gegner sorgte. Dollbergen kam besser ins Spiel, konnte sich aber keine zwingende Torchance erarbeiten. Die Fuhrberger selbst taten sich schwer, ein vernünftiges Spiel zu finden. Sie ließen den Ball nicht laufen, die Pässe kamen viel zu ungenau. Zudem hatten die in die eigene Hälfte von Trainer Wolff zurückgenommenen Außenstürmer nun sehr lange Wege zu gehen. Das Spiel geriet ausgesprochen unansehnlich.
In der 13. Spielminute hatte sich der SVF vollkommen überraschend eine Chance erarbeitet: Ein Lauf des linken Außenstürmers konnten die Spielfreunde Aligse kurz vor dem 16-Meterraum nur mit einem Foul bremsen. Es dauerte eine kleine Ewigkeit, bis die Aligser Mauer stand, um die kurze Ecke abzusichern. Der Torwart orientierte sich zur langen Ecke, der Pfiff kam, der Freistoß fiel wie erwartet lang aus, ein Mann in der Mauer wollte Gutes tun mit dem Kopf, aber auch das gelang nicht, denn er fälschte den Ball direkt zu Stephan Uttner und der vollendete mit dem Kopf. Fuhrberg stand in der Kreisliga.
Der Treffer änderte nichts an der Spielweise, die harte Gangart blieb, schade eigentlich, die Zuschauer hatten sich von diesem Spiel eine Menge mehr versprochen.
De Aufstiegsträume des SV Fuhrberg waren in der 79. Minute aus geträumt: Wegen eines dummen Fouls im Strafraum hallte der Elfmeterpfiff. Julian Otte ließ sich diese Chance nicht entgehen und verlud den Goalie gnadenlos. 1:1 hieß es, und so blieb es auch. Da nützte es auch nichts, dass Rüdiger Baumgart von den Spielfreunden Dollbergen vorzeitig in die Kabine geschickt wurde. Der SV Fuhrberg hatte nichts mehr zuzusetzen und muss in der kommenden Saison weiter in der 1. Kreisklasse spielen, denn Aligse bezwang Lehrte mit 3:2 und Hertha Otze deklassierte den TSV Isernhagen mit 8:2. Damit ist Aligse Tabellenführer, Hertha Otze belegt Platz 2 und Fuhrberg den undankbaren dritten Rang. Alle drei Teams haben 55 Punkte. Aligse und Otze sind Tor gleich mit 61 Treffern, Fuhrberg hat 60 Treffer, da hätte wirklich nur ein Sieg zum Aufstieg gereicht.