Spitzenspiel gegen die HSG Tarp-Wanderup

Gerade in eigener Halle ist die TS Großburgwedel kämpferisch stark. Mirco Thieme will das auch im Spitzenspiel gegen HSG Tarp-Wanderup voll einsetzen. (Foto: Holger Staab)

TS Großburgwedel könnte der HSG die Spitzenposition streitig machen

BURGWEDEL (hs). Es ist ganz einfach auf den Punkt zu bringen. In der 3. Liga steht am kommenden Wochenende für die TS Großburgwedel in eigener Halle ein Spitzenspiel auf dem Spielplan. Die TSG ist in Heimspielen lange unschlagbar gewesen, kassierte dann aber vor zwei Wochen eine 27:29-Niederlage gegen den Oranienburger HC. Am Sonnabend, 5. November, kommt mit der HSG Tarp-Wanderup eine noch ungeschlagene Mannschaft nach Burgwedel. Wenn das kein Leckerbissen für die Handballanhänger in der Region Hannover ist, was dann? Die Spieler um Coach Heidmar Felixson sind jedenfalls hoch motiviert und wollen ihren Heimnimbus wieder aufbauen, obwohl sie krasser Außenseiter sind.
Eigentlich ist die Turnerschaft in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ vor eigenem Publikum souverän und kann sich auf ihre Neuzugänge und Spitzenkräfte verlassen. Nachdem Spielertrainer Felixson jetzt verletzungsbedingt pausieren muss, die Schulter am linken Wurfarm ist verschlissen und wurde opperiert, vermuten die Gegner in der 3.Liga Nord aber eine Schwächung. Das wurde bei der ersten Heimniederlage deutlich und auch bei den Reinickendorfer Füchsen gelang nur ein 25:25-Unentschieden. Dennoch zeigt das Team als Aufsteiger bisher gute Leistungen und erfolgreiche Spiele. Die Position in der Spitzengruppe der Tabelle kann gehalten werden.
Das gelang auch dem Favoriten HSG Tarp-Wanderup, der zusammen mit HF Springe die beiden ersten Plätze belegt und erst einen Punkt abgab. Die HSG ist Meister der Saison 2010/2011 schaffte die Hürde der Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga aber nicht und versucht nun einen erneuten Anlauf. Ab 19 Uhr wollen sie in Burgwedel ihre Stärken offenbaren und einen Auswärtssieg verbuchen. Die TSG will das natürlich verhindern, mit dem Felixsonersatz Thomas Bergmann auf der rechten Rückraumposition auflaufen und eine kämpferische Einstellung zeigen.
Das wird auch erforderlich sein, um die Spitzenmannschaft zu bezwingen. Die HSGer haben mit Sjören Tölle einen starken Rückraumspieler im Team. Der 23jährige konnte mit 13 Treffern im Nachbarschaftsderby gegen DHK Flensborg aufhorchen lassen. Trainer Kai Nielsen kann aber auch auf die spielerisch guten Akteure Malte Jessen, Timo Brüne, Kay Blasczyk und Arne Zschiesche setzen. Alles Spieler, die der TSG-Abwehr alles abverlangen werden.
Der Gastgeber wird versuchen, keine schnellen Gegenstöße zuzulassen. Nur im gebundenen Spiel können Andrius Stelmokas und seine Mitspieler der durchschlagskräftigen Offensive des Gastes Paroli bieten. Die 6:0-Abwehrformation der TSG gilt als eine der stärksten der Liga und mit Torwart Jörg-Uwe Lütt steht ein reaktionsschneller Torwart hinter der Abwehr. Das Ziel muss heißen, wenig Fehler im Angriff zu machen und bei Fehlwürfen schnell das Rückzugsverhalten anzutreten, um dadurch wenig Gegenstöße zu bekommen.
Im Angriff steht allerdings auch Schwerstarbeit auf der Agenda von Trainer Felixson. Die HSG wird die Bewegungsfreiheit des treffsicheren Robertas Pauzuolis einschränken und so müssen die Mitspieler Paul Schirmer und Thomas Bergmann, sowie Bjarni Aron Thordarsson versuchen, Räume und Lücken für sich und die Nebenspieler zu schaffen.
Gelingt eine konzentrierte Vorstellung, haben die TSGer ein wenig Glück und stehen die Fans hinter ihrem Team und unterstützen die Mannschaft, dann könnte eine Überraschung gelingen.