Im zweiten Heimspiel droht die zweite Niederlage

Malte Kress und Maximilian Wölfel versuchen einen Spieler von HSV Insel Usedom am Durchbruch zum Torwurf zu hindern. (Foto: Holger Staab)

TSG möchte gegen Oranienburger HC erfolgreich sein

BURGWEDEL (hs). Die Handballtabelle der 3. Liga weist eine klare Teilung auf. Von Platz 1 bis Platz 8 können alle Mannschaften noch in den Titelkampf eingreifen. Von Platz 9 bis zum Schlusslicht Stralsunder HV könnte eine Negativserie zu Abstiegsgefahr führen. Die Turnerschaft Großburgwedel steht leider in der unteren Tabellenhälfte und will sich schnellstens daraus befreien. Mit einem Heimsieg am Samstag, 26. Januar, ab 19.00 Uhr könnte ein großer Schritt dazu gemacht werden. Der Gegner heißt Oranienburger HC.
Durch die Verlegung des Pflichtspiels beim HSV Hannover auf den 9. Februar, das von der Spieltagsabfolge am vergangenen Wochenende stattfinden sollte, kommen die Handballer der TSG zu zwei Heimspielen nacheinander. Der Gegner nach der Auftaktniederlage des Jahres 2013 gegen den SV Beckdorf (41:46) heißt nun Oranienburger HC. An die Berliner haben die TSG-Akteure keine guten Erinnerungen, denn im Hinspiel deklassierte der OHC die TSG mit 30:17-Toren. Eine blamable Vorstellung, die unter Trainer Jürgen Bätjer nicht mehr vorkommen soll. Seine Spieler wollen sich am Samstag revanchieren und sich in eigener Halle von ihrer besten Seite zeigen.
Dazu werden sie schon eine überdurchschnittliche Leistung präsentieren müssen. Die Gäste stehen in der oberen Tabellenhälfte und wollen sich noch um einige Plätze nach oben verbessern. Die TSG scheint dem OHC zu liegen, denn auch in der vergangenen Saison konnte Oranienburg in Burgwedel einen 29:27-Erfolg feiern. Die Mannschaft um Coach Jens Deffke ist ein eingespieltes Team und eine feste Größe in der 3.Liga, obwohl in den vergangenen Spielzeiten meist nur Mittelfeldplätze heraussprangen.
Die Oranienburger haben eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten aus der Berliner Region. Mit Enrico Hain steht ein reaktionsschneller Keeper im Kader und aus dem Rückraum kommen präzise Torwürfe. Henning von Oesen oder Johann Fick, sowie Max und Paul Bachmann sollten von der TSG gut abgeschirmt werden. Kommen sie erstmal zur Entfaltung, dann wird es schwer, die Partie zu gewinnen.
Zudem dürfen die TSG-Angreifer um Maurice Herbold nur wenige Fehler machen, denn die würden durch die schnellen Außenspieler Christian Riedel oder Christian Ramm mit Gegenstößen und leichten Treffern bestraft.
Es wird letztlich aber wieder auf die TSG selbst ankommen. Kommen die Bätjer-Schützlinge gleich zu Beginn des Spiels in Schwung und finden sie zu ihrer Stärke, dann wird es eine spannende Begegnung geben. Wird das Burgwedeler Spiel aber von Fehlern und einem schwachen Abschluss bestimmt, dann wird der OHC die besseren Karten haben. Vielleicht ist Bätjer gut bedient, wenn er den erfahrenen Akteuren der TSG mehr Vertrauen schenkt und so eine Mischung aus Jung und Alt ins Feld führt. Mit ihren individuellen Fähigkeiten haben die Gastgeber eine schlagkräftige Mannschaft zusammen und die dürfte letztlich in dieser 3.Liga nicht in Abstiegsgefahr geraten.
Ein Heimsieg gegen die starken Oranienburger wäre das richtige Zeichen, um in den folgenden drei Auswärtsspielen beim TSV Altenholz, beim HSV Hannover und bei den Füchsen Berlin II mit Selbstvertrauen eine gute Rolle spielen und sich wichtige Pluspunkte erobern zu können.