HHB will Potsdamm bezwingen

Harter Kampf um den Ball: Nenad Bilbija und Kreisläufer Stefanos Michailidis (6) stehen gleich zwei Gegenspieler gegenüber. (Foto: Holger Staab)

Die Handballer aus Burgwedel wollen in den verbleibenden drei Spielen bis zum Saisonabschluss den Klassenerhalt sichern

BURGWEDEL (st). Mit Volldampf will Handball Hannover Burgwedel (HHB) in den Endspurt der Serie 2018/2019 gehen. Drei Spiele haben die Burgwedeler noch Zeit, um den drohenden Abstieg zu vermeiden und sich auch für die Saison 2019/2020 das Startrecht in der 3. Liga Nord zu sichern. Am Sonnabend, 13. April, ab 19 Uhr steht ein Heimspiel gegen den 1.VfL Potsdam auf dem Spielplan und da können wichtige Punkte eingespielt werden. Den ersten Schritt machten die Burgwedeler bereits am vergangenen Wochenende, als sie das Derby bei der TSV Burgdorf II mit 26:24-Toren für sich entschieden.
Der Klassenerhalt ist in Sichtweite, noch hat HHB aber keine Sicherheit und nur zwei Punkte Vorsprung zu einem Abstiegsplatz. Florian Freitag und seine Mitspieler wollen nicht bis zum letzten Spieltag zittern und so könnten die nächsten beiden Begegnungen entscheidend sein. Nach der Partie gegen Potsdam steht am 27. April ein weiteres Heimspiel gegen SV Anhalt Bernburg auf dem Programm. Zwei Spiele, in denen HHB durchaus vier Pluspunkte einsammeln kann und sich damit in Sicherheit bringen sollte. Die zur Saisonhälfte bereits fast abgeschriebene Mannschaft, hätte dann zumindest die Mindestanforderung an die Saison erfüllt.
Die nächsten Schritte sind jetzt aber wichtig und die nächste Aufgabe ist das Heimspiel gegen den 1.VfL Potsdam in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“. Die Burgwedeler um ihren sportlichen Leiter Friedrich Kastening wissen, wie schwer die Aufgabe in eigener Halle sein wird, hoffen aber auf die Unterstützung der eigenen Fans. Auch wenn das Zuschauerinteresse nicht immer gut war, kann die Mannschaft jetzt jeden Zuschauer gebrauchen.
Der Gegner aus Potsdam steht in der Tabelle auf einem ungefährdeten Mittelfeldplatz. Weder nach unten, noch entscheidend nach oben können die Gäste sich bewegen. Aber verlieren wollen die VfLer in Burgwedel nicht. Trainer Daniel Deutsch ist kein Unbekannter im Raum Hannover und hat einige Jahre bei der TSV Hannover-Burgdorf gespielt. Er freut sich auf die Rückkehr in die Region und lässt aber nur ungern Punkte in seiner alten Heimat.
Das zeigte sich in der vergangenen Saison, als Potsdam gegen HHB in Burgwedel mit 31:29 beide Punkte mitnahm und auch in Potsdam gewann der VfL mit 33:22-Toren am letzten Spieltag. In der Hinrunde der laufenden Saison konnte HHB beim 29:29-Unentschieden aber einen Punkt entführen und das wollen die Gäste nicht auf sich sitzen lassen. Mit Kreisläufer Rolando Urios Gonzales und dem starken Rückraum bestehend aus Yannik Münchberger, Matti Spengler, Marek Kovacech und Vicente Manuel Poveda Parades können sie im Angriff viel Durchschlagkraft aufbieten und versenken den Ball durchschnittlich pro Partie knapp 28 Mal im gegnerischen Tor.
Auch die Defensive ist mit weniger als 27 Gegentreffer besser als viele andere Teams der Liga und muss von den Burgwedeler Angreifern erstmal geknackt werden. Jedes Spiel ist aber neu und Kay Behnke will mit seiner Mannschaft von Spielbeginn an zeigen, dass der HHB besser ist, als die Plazierung zeigt. Am Sonnabend wollen die Burgwedeler Spielwitz, Engagement und eine gute taktische Ausrichtung offenbaren und sich mit konzentriertem Spiel wichtige Punkte holen.