HHB will jetzt durchstarten

Im Derby bei TSV Burgdorf II erzielte Maurice Dräger von HHB acht Tore. Am Sonntag soll er auch bei Eintracht Hildesheim treffsicher sein. (Foto: Holger Staab)

Derby Eintracht Hildesheim gegen HH Burgwedel zum Jahresauftakt

BURGWEDEL (st). Am ersten Spieltag im Jahr 2020 geht es in der 3. Handballliga Nord-Ost gleich zur Sache: Handball Hannover Burgwedel will morgen einen Derbyerfolg verbuchen. Ob das gelingt ist sicherlich fraglich, denn HHB gastiert zum ersten Nachbarschaftsduell des Jahres gleich bei Eintracht Hildesheim.
Um jetzt endlich durchzustarten und sich noch die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, hat HHB-Trainer Marius Kastening mit seinen Jungs in den zurückliegenden punktspielfreien Wochen ein hartes Programm absolviert. Bis kurz vor Weihnachten und auch zwischen den Jahren waren Trainingseinheiten angesetzt. Vom 1. bis zum 4. Januar gönnte er seiner Mannschaft eine kleine Verschnaufpause - danach ging es weiter.
Bis zum Saisonende sind noch 14 Gelegenheiten, Zähler gegen den Abstieg zu sammeln. Zum Auftakt nach der Winterpause fahren die Burgwedeler am Sonntag, 12. Januar, auf eine kurze Reise in die Volksbank-Arena nach Hildesheim. Ab 17 Uhr wollen sie sich für die knappe 20:21-Niederlage aus dem Derby-Hinspiel revanchieren.
Jedes Spiel zählt jetzt, denn HHB hat sechs Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Das ist nicht viel, aber nur wenn sich die Mannschaft um Lennart Koch ab sofort auf ihre Qualitäten, wie im Derby gegen Burgdorf kurz vor Weihnachten, setzt und jeder sich auf den anderen verlassen kann, ist der Klassenerhalt noch zu schaffen.
Die Eintracht aus Hildesheim stellt eine starke Mannschaft, die eigentlich um die Meisterschaft mitspielen wollte. Mittlerweile haben die Hildesheimer aber schon 13 Minuspunkte auf dem Konto, stehen auf einem enttäuschenden 5. Platz und haben damit kaum noch eine Chance, vorn mitzumischen. Der Gastgeber wirft durchschnittlich 28 Treffer pro Spiel. Die Burgwedeler kommen nur auf 24 Tore. Schon in der Angriffsqualität scheint Hildesheim klare Vorteile zu haben. In der Defensive ist das nicht der Fall, denn während Burgwedel 27 Treffer kassiert, kommt die Eintracht auf 26 Gegentore. Vielleicht ein Hinweis, wo HHB ansetzen kann. In jedem Fall wird Mut bekanntlich belohnt und Steffen Schröter und Co sollten in Hildesheim mutig auftreten und sich vom Start weg auf ihre Stärken stützen.
Burgwedel hat aus dem letzten Spiel des Jahres 2019 bei der TSV II Selbstvertrauen geschöpft und mit einer von der ersten Minute kompromisslosen Leistung ist in der Volksbank-Arena durchaus ein Punktgewinn realisierbar.